11.12.2014

Zerstörungen durch Taifun Hagupit größer als bislang bekannt

Zehntausende obdachlos – nach Haiyan wiederaufgebaute Häuser hielten jedoch stand

World Vision hilft mit dem notwendigsten

Die Hilfe erreicht immer mehr Menschen in den betroffenen Gebieten.

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Wien, 11.12.14 - Im östlichen Teil der Zentralphilippinen, der besonders schwer von Hagupit getroffen wurde, sind nach Regierungsangaben mehr als 4,2 Millionen Menschen betroffen. Auf Samar, einer der ärmsten Inseln der Philippinen, erfassen seit Sonntag Teams der Hilfsorganisation den Schaden. Der Taifun zog hier mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über Land. Vielerorts sind Straßen wegen umgestürzter Bäume immer noch unpassierbar, Telefon- und Internetverbindungen sind schwach oder gekappt.
 
 
500 Familien in Dolores in Ost-Samar wurden von World Vision mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygienesets, Planen und Decken versorgt. Hilfsmaßnahmen wie Nahrungsmittelverteilungen, Arbeitsbeschaffung und Wiederaufbaumaterialien sollen in den kommenden Wochen auf bis zu 100.000 Menschen in der gesamten Region ausgeweitet werden.  
 
Auf Leyte, der Nachbarinsel Samars, hat Taifun Hagupit ebenfalls tausende einfache Hütten beschädigt. Dennoch zieht die Hilfsorganisation für diese Insel eine positivere Bilanz nach Hagupit. Zehntausende Hütten und Häuser, die im Rahmen der Wiederaufbauhilfe nach dem Supertaifun Haiyan gebaut oder wiederaufgebaut wurden, haben dem jüngsten Wirbelstum offenbar stand gehalten.
 
„Unsere Bemühungen haben sich gelohnt“, sagt Roberto Pamintuan, der bei World Vision auf den Philippinen den Bereich Konstruktion verantwortet. „Ein stabiles Fundament, die richtige Größe und der richtige Winkel des Dachrahmens zum Rest des Gebäudes – das sind wichtige Dinge, die es beim Häuserbau in dieser sturm- und erdbebenreichen Region zu berücksichtigen gilt.“
 
Nach Haiyan wurden allein auf Leyte mehr als 500 stabile Holzhäuser mit widerstandsfähigen Dachkonstruktionen für besonders bedürftige Familien und ältere Menschen gebaut. Schulen und Gesundheitsstationen erhielten sturmfeste Dächer. Mehr als 13.000 Menschen nahmen an "Build-back-better"-Workshops teil und lernten, wie sie ihre zerstörten und beschädigten Häuser und Hütten stabiler als zuvor aufbauen können. Gezeigt wurde unter anderem, wie Wellblechdächer mit einer speziellen Schleifentechnik sturmsicherer gemacht werden. 
 
Auch in anderen Bereichen wirkte World Vision an der Katastrophenvorsorge mit. In zahlreichen Gemeinden stärkte die Organisation Netzwerke von Behörden, Vertretern der Bevölkerung und anderen Nichtregierungsorganisationen. Mit Plakaten und Flyern wurden Menschen aufgeklärt, wie sie sich im Falle eines Taifuns verhalten sollen und welche Gefahrenzonen - zum Beispiel die Küstenstreifen - unbedingt zu meiden sind. Bei Hagupit brachten sich, unterstützt von den philippinischen Behörden, anders als bei Haiyan viele Menschen rechtzeitig vor einer möglichen Sturmflut in Evakuierungszentren im Landesinneren in Sicherheit. 
 
Als widerstandsfähig erweisen sich auch Selbsthilfe- und Spargruppen, bei denen vor allem Frauen gemeinsam kleine Beträge zurücklegen und sich gegenseitig mit Krediten finanziell unterstützen. World Vision fördert Spar- und Selbsthilfegruppen systematisch, allein auf Leyte gibt es inzwischen mehr als 300 davon.

Für Interviews stehen Kolleginnen und Kollegen vor Ort gerne zur Verfügung.

World Vision bittet um SPENDEN für die Opfer des Taifuns:
World Vision Österreich
Erste Bank
Kto.-Nr 80080081800
BLZ: 20111
Kennwort: Philippinen
 
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Bilder

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Häuser nach Haiyan errichtet
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Zerstörungen durch Hagupit in Tacloban
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Die Hilfe erreicht immer mehr Menschen in den betroffenen Gebieten.

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