02.03.2015

World Vision: Kinder in den Mittelpunkt im Kampf gegen Ebola stellen

Über 8.000 Waisen in Sierra Leone droht ungewisses Schicksal

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Freetown/Brüssel 02.03.2015 – World Vision fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Unterstützung für die betroffenen Westafrikanischen Länder zu erhöhen. Anlass ist eine internationale Konferenz der Europäischen Union in Brüssel. Bereits mehr als 8.000 Kinder sind alleine in Sierra Leona durch Ebola zu Waisen geworden. Laut einem Bericht der Regierung von Sierra Leone sind mehr als 16.500 Kinder direkt von der Seuche seit deren Ausbruch im Mai vergangenen Jahres betroffen. Die Hälfte davon hat einen oder beide Elternteile verloren.

„Ebola hat den Kindern und ihren Überlebenschancen einen enormen Tribut abverlangt“, sagt Leslie Scott, National Director von World Vision Sierra Leone.

Vor dem Ausbruch hatte Sierra Leone bereits die höchste Müttersterblichkeit und die zweithöchste Kindersterblichkeit weltweit. Das fragile Gesundheitssystem des Landes leidet an Fachkräftemangel und fehlendem Material, wie Medikamente und Ausrüstung.

„Die Situation hat sich im vergangenen Jahr weiter verschlechtert“, sagt Scott. „Die Konferenz in Brüssel ist eine Möglichkeit für die Entscheidungsträger, ihre Unterstützung im Kampf gegen Ebola und in der Aufbauphase danach zu zeigen. Wir müssen sicherstellen, dass das Gesundheitssystem – und alle anderen Sektoren, wie Bildung und Landwirtschaft  – nach der Krise nicht nur wieder aufgebaut werden, sondern so aufgestellt werden, dass eine Epidemie wie diese zukünftig nicht wieder ausbrechen kann.“

Die letzte Statistik des Ministeriums für Wohlfahrt, Gender und Kinderangelegenheiten zeigt, dass sich mehr als 700 Kinder in Sierra Leone mit Ebola infiziert haben, 450 sind an der Seuche verstorben.
World Vision arbeitet eng mit der Regierung und anderen NGOs zusammen, um die Zahl der Neuinfektionen im Land zu senken. Bestattungsteams von World Vision führten bereits mehr als 2.800 sichere und würdevolle Beerdigungen von Ebolaopfern durch. Zusätzlich bietet das Hilfswerk Schulungen an, im Moment verstärkt für Lehrer – sowohl zum Thema Ebola, als auch im psychosozialen Bereich – für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs Ende März.
World Vision ruft alle Unterstützer, die Regierung von Sierra Leone und die weltweiten Partner auf, den Kampf gegen die Seuche weiter mit allen Mitteln zu unterstützen. Parallel dazu muss jetzt mit der wichtigen langfristigen Aufbauarbeit begonnen werden.

Möglichkeiten für Interviews:

Brüssel:
Magnus Conteh – Direktor für weltweite Gesundheitsprogramme

Sierra Leone:
Leslie Scott – National Director
Allieu Samuel Bangura – National Health Manager World Vision Sierra Leone

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