26.03.2015

Erneute Ausgangssperre in Sierra Leone im Kampf gegen Ebola: World Vision unterstützt extreme Maßnahme in extremer Situation

Sichere und würdevolle Begräbnisse

World Vision erzielt mit mobilen Bestattungsteams gute Erfolge im Kampf gegen Ebola.

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Wien/Freetown, 26. März 2015 – Auch ein Jahr nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Sierra Leone werden weiterhin wöchentlich neue Fälle von Ebola gemeldet. Präsident Ernest Koroma hat nun eine nationale Ausgangssperre von 27. bis 29. März verordnet, um die Krankheit einzudämmen.
6 Millionen Menschen dürfen ihre Häuser drei Tage lang nicht verlassen. Ziel ist es, bis Mitte April die Zahl der Ebola-Neuinfektionen pro Tag auf Null zu senken.

Während des „stay-home“ – wie die Ausgangssperre auf lokaler Ebene genannt wird – gehen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden und sogenannte "Community Health Worker" von World Vision von Haus zu Haus, um die Menschen über die Gefahren von traditionellen Begräbnissen, die einen wesentlichen Faktor für die Ausbreitung des Virus darstellen, aufzuklären. Auch sollen bislang nicht erfasste Todesfälle ermittelt werden.

Sichere und würdevolle Begräbnisse
„Diese Ausgangssperre ist eine extreme Maßnahme in einer extremen Situation", sagt Leslie Scott, Nationaldirektor von World Vision Sierra Leone. "Wenn wir die Neuinfektionen tatsächlich auf Null senken möchten, müssen wir uns darum bemühen, dass sich die Menschen in den Gemeinden verstärkt engagieren. Wir müssen dafür sorgen, dass den Menschen bewusst wird, wie gefährlich traditionelle Begräbnis-Praktiken - wie zum Beispiel das Waschen des Verstorbenen - sind und sie dazu bringen, stattdessen sichere Bestattungen anzunehmen.“

World Vision konnte mit mobilen Bestattungsteams gute Erfolge im Kampf gegen Ebola erzielen. Seit Anfang November 2014 bis 20. März 2015 wurden insgesamt 4681 sichere und würdevolle Beerdigungen durchgeführt. In den betroffenen Gebieten konnte die Zahl der Neuinfektionen signifikant gesenkt werden. 275 Menschen wurden zu Bestattungshelfern ausgebildet, die in der Lage sind, sichere Begräbnisse durchzuführen und die Hinterbliebenen vor einer Ansteckung zu schützen. 

Informationskampagnen in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sind zentrales Element der Arbeit von World Vision. Strengste Hygiene schützt vor Neuerkrankungen und ermöglicht sichere Bestattungen. Das Wissen um die Gefahren und die Weiterverbreitung des Virus bewahrt Erkrankte und deren Angehörige auch vor einer Stigmatisierung.

„Wir werden den Kampf gegen Ebola gewinnen, aber wir haben noch nicht gesiegt“, so Scott. „Wir müssen die Neuinfektionen auf Null senken, um als Land wieder weiter voranschreiten zu können. Das Ziel von World Vision ist, dass die Menschen hier bald wieder ein sicheres und würdevolles Leben führen können.“


INTERVIEWANGEBOT
Leslie Scott, National Director World Vision Sierra Leone, steht für Interviews zur Verfügung.

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World Vision erzielt mit mobilen Bestattungsteams gute Erfolge im Kampf gegen Ebola.

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