30.04.2015

Erdbeben in Nepal - World Vision errichtet Kinderschutzzonen

In den "Child friendly spaces" können sich Kinder sicher fühlen.

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Wien/Kathmandu, 30.4.2015 – Der Versorgungsnotstand in Nepal wird nach Einschätzung von World Vision für viele Menschen immer dramatischer. Mehr als acht Millionen Nepalesen, darunter 940.000 Kinder, sind auf Lebensmittel, Wasser und Notunterkünfte angewiesen. Doch die Versorgungswege sind weiterhin nur begrenzt benutzbar.
„Mehrere Tage nach dem schweren Erdbeben tickt die Uhr für die Hilfsbedürftigen“, sagt Philipp Ewert, Einsatzleiter von World Vision in Nepal. „Für viele ist das rechtzeitige Eintreffen humanitärer Hilfe jetzt eine Frage von Leben oder Tod“.
205 Mitarbeiter der Organisation versuchen im Himalaya derzeit unter schwierigen Rahmenbedingungen, Hilfe zu den Menschen zu bringen. „Unsere Leute haben Decken und Planen verteilt und schlafen selbst in Zelten“, so Ewert. Kinder leiden besonders unter der Situation.

15 Kinderschutzzonen als Zufluchtsorte für Kinder und Jugendliche
Die Kinderhilfsorganisation World Vision fokussiert bei den Nothilfemaßnahmen deshalb unter anderem auf die Errichtung von sicheren Zufluchtsstätten für Kinder. Mindestens 15 Kinderschutzzonen werden in den nächsten Tagen im Krisengebiet errichtet. Dort erhalten die oft traumatisierten Kinder psychologische Betreuung und die Möglichkeit, in einer sicheren Umgebung zu lernen, zu spielen und sich von den Schrecken der vergangenen Tage zu erholen. Heute wurde bereits eine dieser Kinderschutzzonen in Tundikhel in Kathmandu eröffnet. Morgen folgen bereits zwei weitere in Lalitpur.

Flughafen überlastet, Straßennetz beschädigt
World Vision hatte schon vor dem Erdbeben 1.000 Zeltplanen und 600 Wolldecken auf Lager, die in den Stunden nach dem Unglück in Bahktapur, einer der am schlimmsten betroffenen Regionen, verteilt werden konnten. Doch Nachschub gelangt nur schleppend nach Nepal. Ein bereits mit Hilfsgütern der Organisation beladenes, von der UN koordiniertes Transportflugzeug aus Dubai konnte nicht landen, weil schwere Flugzeuge seit gestern keine Landeerlaubnis mehr auf dem Flughafen von Katmandu erhalten.

World Vision hat auch damit begonnen, auf dem Landweg Material aus Indien nach Nepal zu bringen. „Die Bedingungen für Fahrzeuge sind keineswegs ideal, in einige Fällen sogar gefährlich“, berichtet Philipp Ewert. World Vision-Erkundungsteams, die in entlegene Gebiete aufgebrochen sind, kommen wegen zerstörter Straßen und Treibstoffmangel nur schwer voran. Viele Gemeinden sind derzeit nur zu Fuß oder mit Hubschraubern erreichbar. Die nepalesische Regierung verfügt über eine begrenzte Anzahl Hubschrauber, die jedoch immer noch vorrangig für die Bergung von Verletzten genutzt werden.

Sobald der Nachschub eintrifft, will die Kinderhilfsorganisation nach und nach 100.000 Menschen (20.000 Haushalte) mit dem Nötigsten versorgen, darunter Erste-Hilfe-Paketen, Schlafmatten, Decken, Wasser, Material für den Bau von Notunterkünften und oben genannten Kinderschutzzonen.


World Vision bittet um SPENDEN für den Einsatz:
World Vision Österreich
Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort: Nepal

INTERVIEWMÖGLICHKEITEN:
Mitarbeiter von World Vision Schweiz sind vor Ort und können Interviews auf Deutsch geben.

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