13.05.2015

Kinder in Nepal leben in ständiger Angst vor neuen Erdbeben

World Vision-Kinderschutzzone in Bhaktapur

Die insgesamt 11 Kinderschutzzonen, hier eine in der schwer betroffenen Stadt Bhaktapur, bieten Kindern und Jugendlichen Zuflucht.

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Wien/Kathmandu, 13.5.2015 - Die neuerlichen Erdbeben, die seit gestern die Region um Kathmandu immer wieder erschüttern, sind vor allem für Kinder äußerst belastend. Makiba Yamano, World Vision-Expertin für Kinderschutz in Katastrophen, arbeitet derzeit in einem der 11 Kinderschutzzentren, die World Vision nach dem ersten Beben in Nepal errichtet hat. Sie berichtet, dass Kinder in den Zentren in Panik ausbrachen und sich nicht mehr beruhigen ließen, bis ihre Familienangehörigen auftauchten.

Auch in der vergangenen Nacht gab es weitere Nachbeben. Viele Menschen verbrachten die Nacht trotz Kälte im Freien und kehrten in Notunterkünfte zurück. Auch einige Mitarbeiter von World Vision schliefen außerhalb ihrer Häuser. Andere Mitarbeiter auf dem Weg in entlegene Regionen berichteten von Menschen, die zutiefst verstört waren. „Wir müssen jetzt unsere Hilfsmaßnahmen auf die neu betroffenen Gebiete in Absprache mit der UN, den Behörden und anderen Hilfsorganisationen ausweiten“, sagt Hans-Peter Zerfas, der für die Organisation der Nothilfe in Nepal zuständig ist. „Es gab wieder Erdrutsche, Straßen sind beschädigt und nicht passierbar und wir müssen jetzt erneut mit Aufräumarbeiten beginnen, damit die Menschen in entlegenen Dörfern mit Hilfsgütern versorgt werden können.“

World Vision plant mehrjährigen Einsatz
Seit dem ersten Erdbeben vor fast drei Wochen haben World Vision Mitarbeiter vor Ort mehr als 30.000 Menschen mit Hilfsgütern versorgt. In den stark betroffenen Regionen leben rund zwei Millionen Menschen. Fast 300.000 Häuser wurden komplett zerstört, etwa 250.000 Häuser waren leicht oder stark beschädigt. Viele dürften nach dem zweiten Beben nun auch zusammengebrochen sein. „Es ist daher wichtig, dass die Menschen nun mit dem Nötigsten versorgt werden, das sie zum Überleben brauchen“, so Zerfas. World Vision verteilt an die betroffenen Menschen weiterhin Zeltplanen, Decken, Küchensets, Hygieneartikel sowie Grundnahrungsmittel.
Der Hilfseinsatz konzentriert sich zur Zeit auf die Gebiete Lamjung, Gorkha, Sindhuli und das Tal von Kathmandu. World Vision plant einen mehrjährigen Einsatz und unterstützt u.a. den Wiederaufbau von Häusern und die Verbesserung der Lebenssituation. Durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen soll den Menschen ermöglicht werden, Einkommen zu erwirtschaften. Nepal gilt als eines der ärmsten Länder Asiens. Laut Human Development Index (Weltentwicklungsindex) der UN belegt es Platz 145 von 187.

World Vision bittet um SPENDEN für den Einsatz:
World Vision Österreich
Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort: Nepal

World Vision-Kinderschutzzone in Bhaktapur (. JPG )

Die insgesamt 11 Kinderschutzzonen, hier eine in der schwer betroffenen Stadt Bhaktapur, bieten Kindern und Jugendlichen Zuflucht.

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