06.07.2015

Südsudan: Cholera und Gewalt an Kindern

Wichtig ist unter anderem, sich die Hände zu waschen und Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben.

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Wien, 6. Juli 2015 - Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bisher 347 Cholera-Fälle registriert. 26 Menschen starben an der Krankheit. Alle Fälle traten in der Hauptstadt Juba auf. Da auch Verdachtsfälle in Flüchtlingscamps auftraten, sind bis zu 5.000 direkt gefährdet. Um eine Infektion zu verhindern, wird die WHO zusammen mit UNICEF und den Behörden rund 30.000 Bewohner des Flüchtlingscamps in Juba impfen. Schon im letzten Jahr starben im Südsudan laut WHO 167 Menschen an Cholera. Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die meist über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen wird. Die Krankheit löst starken Durchfall und Erbrechen aus, führt zu schwerer Austrocknung und kann unbehandelt - vor allem für Kinder - tödlich enden.

World Vision Südsudan klärt die Menschen über die Krankheit auf und zeigt, wie man sich vor ihr schützen kann. Als erste Maßnahmen wurden in 15 Kinderschutzkomitees und 15 Kinderschutz-Clubs Cholera-Präventionen durchgeführt.

Lebensmittel für 250.000 Personen
Die Hauptaktivitäten von World Vision liegen im Norden des Landes in den Bundesstaaten Unity, Jonglei und Upper Nile. Unter anderem wurden in diesem Jahr ca. 250.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Viele Programme mussten jedoch eingestellt werden, da die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inmitten des Bürgerkriegs nicht mehr gewährleistet ist.

Die Kinder jedoch können vor den Grauen des Konflikts nicht fliehen. Laut Berichten von UNICEF wurden im Mai 129 Kinder brutal ermordet. Mädchen, einige waren erst 8 Jahre alt, wurden vergewaltigt und dann umgebracht. Buben wurden die Genitalien abgeschnitten und dann verblutend liegengelassen. Ganze Familien wurden in brennende Häuser geworfen. Andere Kinder wurden gewaltsam als Kindersoldaten rekrutiert. Es wird geschätzt, dass bereits 13.000 Kinder am Konflikt teilnehmen. Die psychologischen und physischen Effekte sind immens. Perry Mansfield von World Vision Südsudan sagt dazu: "Als Organisation, die sich für die Rechte der Kinder einsetzt, sind wir entsetzt über diese Gräueltaten. World Vision versucht, allen Kindern, die direkt oder indirekt von diesem Konflikt betroffen sind, zu helfen. Die Kinder sind nicht nur Opfer von Gewalt, sondern leiden auch Hunger, sind getrennt von ihren Familien, werden zu Kinderarbeit gezwungen und können nicht zur Schule gehen."

World Vision hilft Kindern konkret in Kinderschutzzonen, diese Traumata zu verarbeiten. Mit den Kinderschutzzonen bietet World Vision den Kindern eine sichere Umgebung, in der sie sich wohl fühlen, lernen und spielen können. In Malakal, der Hauptstadt des Bundesstaates Upper Nile, besuchen zum Beispiel täglich 268 Kinder die Kinderschutzzone.

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