17.08.2015

Welttag der humanitären Hilfe – Kinder nach Katastrophen besonders schutzbedürftig

Kinder in einem Lernzentrum von World Vision in Sindhupalchowk, Nepal.

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Wien/Kathmandu, 17.08.2015 – Im Vorfeld des Welttages der humanitären Hilfe am 19. August weist World Vision darauf hin, dass Kinder den Folgen von Katastrophen - wie dem Erdbeben in Nepal - oft besonders schutzlos ausgeliefert sind. Mit umfassenden Programmen ist es möglich, die seelischen Belastungen erfolgreich zu lindern.


Sie haben ihr Zuhause verloren, ihre Freunde, manche auch ihre Eltern. Hunderttausende Kinder sind auch vier Monate nach dem schweren Erdbeben in Nepal noch von den Folgen der Katastrophe betroffen. Doch selbst wenn mittlerweile einige Schulen wieder geöffnet wurden und die Nepalesen dabei sind, ihre Häuser wieder aufzubauen: Die seelischen Auswirkungen bleiben, besonders für die Kinder.

„Es sind traumatische Erlebnisse, die die Kinder hier erfahren mussten“, sagt Justine Hildebrandt, die für World Vision als Katastrophenhelferin in Nepal im Einsatz ist. „Sie brauchen intensive Betreuung, Verständnis, aber auch konkrete Hilfe.“

World Vision hat direkt nach dem Erdbeben damit begonnen, Kinderschutzzentren aufzubauen, in denen Kinder spielerisch das Erlebte verarbeiten können. 35 dieser Zentren wurden errichtet. Dazu noch 42 Lernzentren, die übergangsweise den Unterricht in zerstörten Schulen ersetzen. Pro Schutzzentrum werden 70 Kinder betreut und in jedem Lernzentrum 80 Kinder unterrichtet.

Sichere Umgebung wichtig für Kinder
Pramila Twati Thuya ist Grundschullehrerin und unterrichtet jetzt im Lernzentrum Bhaktapur: „Die Schüler und Lehrer fühlen sich hier sicher. Ich habe jetzt damit begonnen, spielerische Aktivitäten einzusetzen und animiere die Schüler dazu, ihre Ängste zu teilen und das Erlebte so zu verarbeiten.“

Gerade Schulen sind für Kinder jetzt sehr wichtig. Denn sie bedeuten einen geregelten Alltag, ein Zusammensein mit Freunden und schaffen Normalität in einer extremen Situation.

Das hat auch die neunjährige Ram Krishna so erlebt, die das Lernzentrum in Sinduphalchowk besucht: „Ich fühle mich wohl in dem neuen Gebäude aus Bambus und freue mich über die Materialien, die wir zum Spielen und Lernen haben.“

In den Zentren bekommen die Kinder zudem Tipps für mehr Sicherheit im Alltag. „Oft spielen die Kinder in einsturzgefährdeten Ruinen oder trinken verschmutztes Wasser aus geborstenen Leitungen“, erklärt Justine Hildebrandt.

Besonders beeindruckt ist Hildebrandt vom Willen und der Tatkraft der Bevölkerung in Nepal: „Es ist erstaunlich, wie die Betroffenen versuchen, ihren Alltag wieder normal zu leben, selber alles aufzubauen. Das motiviert mich jeden Tag.“
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Bilder

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Justine Hildebrandt ist als Katastrophenhelferin für World Vision im Einsatz in Nepal.
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Die Lernzentren (hier im Hintergrund) bieten den Kindern in Nepal einen sicheren Platz zum Lernen.
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Kontakt

Mag. Tanja Zach
Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/833 94 11

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