07.09.2015

Welttag der Alphabetisierung: Gute oder schlechte Noten für globale Schulerziehung?

Am Welttag der Alphabetisierung wird weltweit auf die Bedeutung von Lese- und Schreibfähigkeit aufmerksam gemacht.

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Wien, 07. September 2015 – In Österreich heißt es in diesen Wochen für viele Kinder und Jugendliche: Die Sommerferien sind vorbei – es ist Zeit, wieder zur Schule zu gehen! Bis zur nächsten Notenvergabe dauert es noch einige Monate. Im Vorfeld des Welttages der Alphabetisierung am 8.9. stellt World Vision der globalen Schulbildung aber schon heute ein Zeugnis aus – und verteilt gute sowie schlechte Noten.

Seit dem Jahr 2000 wurden zwar große Fortschritte in Richtung universelle Bildung für Kinder gemacht. Ärmere Länder der Welt stehen aber weiterhin vor großen Herausforderungen, vor allem was die Qualität der Schulbildung betrifft.
Besonders schwierig ist die Lage in Ländern, die von Krieg betroffen sind, wie beispielsweise Syrien und die umliegenden Nachbarstaaten. Kinder müssen dort oft arbeiten gehen, um ihre Familie zu unterstützen. Dadurch verlieren sie viele wertvolle Jahre an Schulbildung, die so wichtig wären. Denn sie sind es, die ihre Heimat nach dem Krieg wieder aufbauen müssen.

Noten für die globale Schulbildung
Gute Noten gibt es für:
•   Die Einschreibungsrate bei Volksschulen ist 2015 in Entwicklungsländern auf einen Wert von 91 Prozent gestiegen. Im Jahr 2000 waren es nur 83 Prozent.
•   Die Zahl der Kinder im Volksschulalter, die nicht zur Schule gehen, hat sich in den vergangenen 15 Jahren weltweit beinahe halbiert: Von 100 Millionen Kinder auf 57 Millionen.
•   Der Alphabetisierungsgrad bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren stieg weltweit zwischen 1990 und 2015 von 83 Prozent auf 91 Prozent.

Schlechte Noten hingegen dafür:
•   Weltweit weisen 250 Millionen Kinder schlechte grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten auf, obwohl die Hälfte von ihnen mindestens vier Jahre Schulbildung absolviert hat.
•   Die Hälfte der Kinder im schulfähigen Alter, die keine Schule besuchen, lebt in Ländern, in denen Kriege oder Konflikte herrschen.

"Wir müssen sicherstellen, dass Kinder nicht nur zur Schule gehen, sondern dort auch eine gute Bildung erhalten. Regierungen, Gemeinden, Lehrer und Eltern müssen zusammenarbeiten, um Bewusstsein für die Wichtigkeit von Alphabetisierung innerhalb, aber auch außerhalb der Schulumgebung zu schaffen. Dafür muss in die Ausbildung der Lehrer investiert werden. Auch für Lernbetreuung außerhalb des Unterrichts mit Fokus auf Lesen und Schreiben muss gesorgt werden”, sagt World Vision-Mitarbeiterin Linda Hiebert, die für den Bereich Bildung verantwortlich ist. 

Trainings für Lehrer, Eltern und Freiwillige
World Vision setzt sich weltweit in über 100 Ländern dafür ein, dass Kinder und Jugendliche eine geeignete Schulbildung erhalten. Lehrer bekommen Trainings darin, wie sie den Unterricht effektiver und spannender gestalten können. Freiwillige in den Gemeinden werden in Nachmittagsbetreuung geschult und Eltern werden dazu befähigt, ihre Kindern daheim beim Lernen zu unterstützen. Weiters werden Lernmaterialien gestaltet, die auf die Traditionen, Werte und Sprache der einzelnen Regionen und Kulturen abgestimmt sind.

“Bildung spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Armut und bildet die Basis für Entwicklung. Sie führt zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten und sicheren und stabileren Gesellschaften”, unterstreicht Hiebert die Wichtigkeit von qualitativ hochwertiger Schulbildung.

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Kontakt

Mag. Tanja Zach
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/522 14 22 - 210
Mobil: 0664/833 94 11

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