22.04.2016

Nepal: Innovation bei Hilfe bringt neue Chancen für Wiederaufbau

In einer von World Vision errichteten provisorischen Schule konnten diese Kinder bald nach dem Erdbeben wieder lernen.

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Wien, 22.April 2016 -  Nepal benötigt ein Jahr nach dem schweren Erdbeben weiterhin dringend Unterstützung und auch innovative Partnerschaften, um den großen Herausforderungen beim Wiederaufbau zu begegnen. Darauf macht die Kinderhilfsorganisation World Vision aufmerksam, die in vielen Bergdörfern derzeit Reparaturarbeiten unterstützt und an nachhaltigen Verbesserungen ihrer Lebensumstände arbeitet. „Das Land steht wegen der Krisen im letzten Jahr und einer insgesamt schwachen Infrastruktur noch am Anfang des Wiederaufbaus, doch wir sehen einige Chancen für Entwicklungsfortschritte, wenn wir neue Ansätze umsetzen können“, sagt Harry Donsbach, Bereichsleiter Katastrophenhilfe bei World Vision.

Ein von World Vision eingerichtetes „Innovation Lab“ prüft und koordiniert von Kathmandu aus, welche Ideen von lokalen und internationalen Partnern passend zu den aktuellen Bedürfnissen in Nepal umgesetzt werden können. Aktuell werden beispielsweise bedürftige Haushalte mit Chipkarten ausgestattet, durch die sie sich mit Waren oder Bargeld versorgen können. „Es ist ein gutes Instrument, um Familien mit sehr niedrigem Einkommen bedarfsgerecht über die lokalen Märkte zu unterstützen“, so Donsbach. Bei der Entwicklung und technischen Umsetzung kooperiert World Vision unter anderem mit Mastercard. Zur Reparatur beschädigter Wasserleitungen werden Bauteile benutzt, die mit 3D-Druckern herstellt werden.

Starke Stimme der Bevölkerung beim Wiederaufbau
Den Bau sicherer Häuser treibt World Vision mit Hilfe von Trainings für lokale Handwerker voran. Theaterstücke kommen zum Einsatz, um die Bevölkerung für ein Umdenken und die Nutzung neuer Methoden zu sensibilisieren. Mit lokalen Radio-Sendern hat World Vision ebenfalls eine Kooperation vereinbart, damit Informationen zu Problemen und Lösungen auch in den Dörfern Verbreitung finden. Auch Kinder und Jugendliche, Frauen und Angehörige von Minderheiten sollen darüber eine starke Stimme beim Wiederaufbau erhalten.

„Wir fragen uns bei diesem Einsatz, wie man interessante neue Techniken oder Partnerschaften für die Verminderung von Armut und für die Bewältigung von Naturkatastrophen einsetzen kann“, erklärt David Kaldor den Zweck des von ihm geleiteten „Innovation Lab“. „Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse später auch in anderen humanitären Einsätzen von Nutzen sein werden.“

World Vision arbeitet seit über 20 Jahren in Nepal und hat mit seiner Unterstützung seit dem Erdbeben rund 387.000 Menschen in 10 Distrikten erreicht. Schutz und Schulunterricht für Kinder, Gesundheits- und Hygieneberatung, Trinkwasserversorgung sowie Hilfslieferungen für Unterkünfte gehörten zu den Schwerpunkten in den vergangenen Monaten. In diesem Jahr werden auch verstärkt einkommensfördernde Maßnahmen unterstützt.

Einen Bericht über den Katastropheneinsatz in Nepal von World Vision im vergangenen Jahr finden Sie hier.

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Bilder

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Das Innovation Lab von World Vision. Rechts im Bild der Leiter David Kaldor.
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Die Schwestern Raksya und Yakta haben in Hygieneschulungen von World Vision gelernt, wie wichtig es ist, die Hände vor und nach jedem Essen mit Seife zu waschen.
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Sogenannte Birthing centre - also Geburtsstationen - wurden nach dem Erdbeben wieder aufgebaut, um Schwangeren und jungen Müttern eine sichere Umgebung zu bieten.
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Die junge Mutter Rita lebt seit dem
Beben in einer Notunterkunft. Von World Vision bekam sie warmes Wintergewand für ihr Baby.
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Kontakt

Mag. Tanja Zach
Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/833 94 11

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1 Jahr nach dem Erdbeben - der World Vision-Einsatzbericht

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