14.06.2017

Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter in Gaza: Bisher keine Beweise vorgelegt

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Stellungnahme vom 14.6.2017

Die Gerichtsverhandlung vor dem israelischen Bezirksgericht gegen den World Vision Mitarbeiter Mohammad el Halabi ist nach wie vor im Gange. Die letzte Anhörung war am 11. Juni. Bisher konnte die Anklage keine Beweise vorlegen, die die Vorwürfe gegen Mohammad el Halabi bestätigen. Der nächste mündliche Verhandlungstermin ist für den 17. Juli angesetzt.

Mohammad El Halabi, Mitarbeiter von World Vision Jerusalem, Westbank, Gaza plädiert weiterhin in allen gegen ihn erhobenen Anklagepunkten auf nicht schuldig. Für ihn gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.  

World Vision wurden keine Beweise vorgelegt, die die Vorwürfe gegen Mohammad El Halabi bestätigen. Die Sichtung möglicher Beweise würde helfen, eventuell vorliegende Lücken im Kontrollsystem zu identifizieren und zu schließen.  

World Vision verurteilt jeden Missbrauch von Hilfsgeldern, sowie jegliche Form von Terrorismus oder die Unterstützung dieser Aktivitäten aufs Schärfste.  

Bereits seit mehreren Monaten hat World Vision die Arbeit in Gaza eingestellt und führt eine gründliche und umfangreiche Prüfung der Projekte durch. Diese umfasst u.a. eine forensische Untersuchung durch eine renommierte internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Diese hat bis heute keine Beweise für die Abzweigung von World Vision Hilfsgeldern an die Hamas gefunden.

Mit einer weiterhin offenen und transparenten Herangehensweise ist World Vision bestrebt, so schnell wie möglich zu einer schnellen und lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. 

Die Mitarbeiter der Organisation sind weiterhin zutiefst betroffen und besorgt über die negativen Auswirkungen auf die Projekte für die Kinder und ihre Familien in Gaza. Mehr als 1,1 Millionen Menschen in der Region sind auf Hilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen. Viele Kinder benötigen zudem dringend psychosoziale Hilfe.  

World Vision leistet humanitäre Hilfe in besonders schwierigen und gefährlichen Regionen und Ländern. Unser Fokus liegt dabei immer auf dem Wohlergehen der Kinder. Es ist tragisch, dass dieser Vorfall die so wichtige Arbeit in der Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit, die Milliarden Kinder auf der ganzen Welt betreffen, überschattet. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, transparent und dem laufenden Gerichtsverfahren gegenüber mit Respekt zu handeln, was auch unseren Werten als christliche Hilfsorganisation entspricht.   

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