10.07.2017

Mossul – ein weiter Weg zurück zur Normalität für die Kinder der Stadt

In Kinderschutzzentren von World Vision erhalten Flüchtlingskinder psychologische Unterstützung

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Wien/Erbil, 10. Juli 2017 – Die Jahre unter der Kontrolle von ISIL haben die Leben der Kinder Mossuls zerstört. Die Buben und Mädchen werden viel Zeit brauchen, um sich von dieser unsagbaren Gewalt zu erholen. 

In sogenannten Kinderschutzzentren von World Vision in den Flüchtlingslagern außerhalb Mossuls geben Teams von ausgebildeten Sozialarbeitern Kindern emotionale Unterstützung. Zudem unterstützt die Hilfsorganisation den Wiederaufbau von Schulen in Mossul und bietet Trainings für Lehrpersonal an, damit die Kinder ihre Schulbildung wieder fortsetzen können.

Ian Dawes, Einsatzleiter für World Vision im Irak, sagt: „Einige Leute sehen das als das Ende einer Krise – aber eigentlich beginnt die Arbeit jetzt erst richtig. Die Jahre unter der Herrschaft von ISIL und die Kämpfe der vergangenen Monate haben die Leben unzähliger Kinder und ihrer Familien vernichtet. Das Maß an Zerstörung ist auf allen Ebenen immens.“

„Bevor die Menschen nach Hause zurückkehren können, müssen sowohl Häuser als auch die notwendigste Infrastruktur wie Wasser- und Stromversorgung wieder aufgebaut werden. Es wird außerdem ein langer Weg der Versöhnung sein, um wieder in Frieden zusammenleben zu können“, so Dawes weiter. „Die Buben und Mädchen müssen ihre Schulbildung fortsetzen, damit sie wieder zurück zur Normalität finden. Wir unterstützen Kinder sowohl in den Flüchtlingslagern außerhalb Mossuls als auch in der Stadt selbst.“

„Es gibt einen Funken Hoffnung für die Zukunft. Aber unsere Mitarbeiter in den Flüchtlingslagern sehen jeden Tag, dass Kinder sehr viel durchgemacht haben und entsetzlicher Gewalt ausgesetzt waren. Es wird lange dauern, bis sie sich von den emotionalen und psychologischen Auswirkungen erholt haben. Es liegt hier ein weiter Weg vor uns“, erzählt Dawes. „Und auch wenn Mossul nun nicht mehr unter ISIL-Kontrolle ist, gibt es nach wie vor andere Regionen im Irak, die noch nicht rückerobert wurden. Auch dort leben tausende Menschen – wie zum Beispiel in Hawija. World Vision unterstützt die geflüchteten Familien weiterhin mit medizinischer Versorgung, sicheren Spielräumen und Bildungsmaßnahmen für die Kinder.“

Seit Beginn der Militäroffensive in Mossul im vergangenen Oktober unterstützt World Vision die geflüchteten Familien. Umfassende  Programme unterhält die Organisation auch in der Region Kurdistan im Irak. Im vergangenen Jahr hat World Vision mehr als 1,7 Millionen Menschen in der Region unterstützt.

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