22.05.2014

Bosnien: Eine Woche nach Beginn der Überflutungen brauchen 1,5 Millionen Menschen weiter Hilfe

Viele Familien stehen vor den Trümmern ihrer Existenz

Die Aufräumarbeiten haben gerade erst begonnen

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Kakanj/Wien 22. Mai 2014 – Als die Fluten das Haus von Seherzada, 18 Jahre alt, erreichten, wachte sie auf und rannte aus dem Haus. Sie nahm nur eine Sache mit – ihr Ballkleid. Zwei Wochen vor ihrem Abschlussball hat nun die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes ihre Heimatstadt Kakanj in Zentral-Bosnien zerstört.

„Ich konnte nur zwei Sofas und einen kleinen Ofen retten“, sagt Fahrudin, Seherzadas Vater, als er vor den Trümmern des Hauses der Familie steht. Nur mehr ein paar Wände sind übrig. „Das Haus stand zwei Tage lang mehr als knietief unter Wasser. Alles wurde zerstört, Küche, Badezimmer… Ich musste alle Möbel wegwerfen“, ergänzt er.

Wie Seherzada und ihre Familie sind 1,5 Millionen Menschen in Bosnien von den extrem starken Regenfällen und den Überschwemmungen betroffen. Innerhalb weniger Tage sind zahlreiche Flüsse und Bäche über die Ufer getreten und haben riesige Flächen bis zu drei Meter hoch überflutet. Viele Straßen sind nach wie vor unterbrochen. Muren haben hunderte Häuser zerstört, teilweise sogar ganze Ortschaften weggeschwemmt.
Eine Woche nach dem Beginn der Katastrophe gibt es in den meisten Gemeinden noch immer kein sauberes Trinkwasser und keinen Strom. Experten befürchten eine Verschlechterung der Situation, da verseuchter Schlamm ist bis ins Grundwasser vorgedrungen ist.

Bis zur Reparatur des Hauses schlafen Seherzada und ihr Bruder Ismail, ein Patenkind von World Vision, bei Bekannten. Die Eltern bleiben in der Ruine – ohne Dach – und beginnen mit den Aufräumarbeiten, unterstützt von World Vision Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ismail hat Angst, dass die Fluten wiederkommen. Für die kommende Woche werden neue Regenfälle erwartet. Niemand kann sagen, was dann passieren wird…

World Vision bittet um SPENDEN für die Opfer des Hochwassers:
World Vision Österreich

Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort „Bosnien“
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Seherzada und ihr Bruder Ismail
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Viele Häuser sind unbewohnbar geworden
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Die Schäden sind nicht zu übersehen
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Das Dorf Karanj in Zentral-Bosnien
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Hilfsgüter werden verteilt
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Ein betroffenes Dorf in Zentral-Bosnien
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