13.06.2018

Bangladesch: Monsunregen löst Erdrutsche aus – verheerende Folgen für Flüchtlinge

883.000 Menschen sind in Bangladesch vom Monsunregen betroffen.

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Cox's Bazar/Wien, 13. Juni 2018
– 883.000 Menschen sind in dem größten und am dichtesten besiedelten Flüchtlingslager der Welt von den Regenmassen betroffen. Die mögliche Katastrophe durch den Monsun, vor der World Vision und andere Hilfsorganisationen bereits lange gewarnt haben, beginnt sich in Cox's Bazar in Bangladesch nun zu entfalten.

Sintflutartige Regenfälle in den letzten zwei Tagen haben zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Laut Berichten der Regierung sind hunderte Flüchtlingsunterkünfte beschädigten und mindestens ein kleines Kind kam ums Leben. Mehr als 200.000 Flüchtlinge in den Lagern sind unmittelbar vom Zusammenbruch ihrer Häuser bedroht.

„Gestern habe ich Kinder bei Häusern gesehen, die am Rande von Klippen stehen. Und die Fluten sind voll mit Abwässern und waschen Brücken aus“, sagt Jimmy Tuhaise, Einsatzleiter von World Vision in Cox's Bazar, Bangladesch. Laut Tuhaise sind Kinder, die fast die Hälfte der Flüchtlinge ausmachen, besonders gefährdet. „Wir sind sehr besorgt um die Kinder, da die Stürme in den nächsten Tagen anhalten werden. Wie alle Kinder lieben sie Wasser, aber sie spielen hier in stehenden, verseuchten Teichen und Pfützen. Sie sind anfällig für Krankheiten wie akute Diarrhö, die bereits in den Lagern grassieren. Auch die Gefahr von Verletzungen ist hoch oder dass sie während einer Überschwemmung von ihren Familien getrennt werden.“
 
Nothilfe gestartet
„Die Hilfsorganisationen haben bereits mit der Nothilfeversorgung begonnen“, so Tuhaise. „Wir stellen Vorräte bereit, um die Bedürfnisse der betroffenen Familien zu decken, darunter Planen, Seile und Hygienesets. In Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen geben wir den Kindern auch ID-Armbänder, damit sie schnell wieder mit ihren Familien vereint werden können, wenn sie während der Stürme verloren gehen oder getrennt werden."

In den vergangenen Monaten hat World Vision alles dafür getan, um die Menschen so gut wie möglich vorzubereiten und die Auswirkungen der Katastrophe zu mildern. Damit Familien ihre notdürftigen, baufälligen Unterkünfte verstärken können, hat World Vision kürzlich Upgrade-Kits (60 Bambusstäbe, Planen, Seile und Werkzeuge) an 49.200 Flüchtlinge verteilt. Die Flüchtlinge wurden außerdem über Cash-for-Work-Programme beschäftigt, um Brücken zu bauen, mit Sandsäcken die Treppen an den steilen Hängen zu stützen und Zufahrten zu den Camps zu befestigen. Hilfslieferungen kommen dennoch kaum durch, weil Regen und Schlamm die Straßen rutschig und unpassierbar machen. 

Mehr als 700.000 Menschen, die meisten von ihnen Rohingya, sind seit August letzten Jahres aus Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen, nachdem die Gewalt im nördlichen Rakhine-Staat ausgebrochen war. Weitere 200.000 Flüchtlingen lebten bereits mehrere Jahre in Cox's Bazar.

Fotomaterial (Copyrights World Vision) ist hier herunterzuladen: https://www.dropbox.com/sh/5dg05h4jx5jlbad/AABYqDjj3xukAodfn3PUpgFwa?dl=0
Videomaterial (inkl. Captions) unter diesem Link: https://www.dropbox.com/sh/n3odbg0n6r1nyf5/AADXlR0BCsWFp7iAndByXzAIa?dl=0

 
 
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