28.11.2014

World Vision: In Ebola-Gebieten droht Hungersnot

Nahrungsmittel werden immer knapper und teurer

Nahrungsmittel werden immer knapper - in Ebola-Gebieten droht Hungersnot

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Wien, 28. November 2014 – Neben der Ausbreitung der Ebola droht den Menschen in den Ebola-Gebieten jetzt eine Hungersnot.

Die steigende Zahl an Erkrankungen und ihre Folgen ziehen massive wirtschaftliche Auswirkungen nach sich. In manchen Gebieten etwa fehlen wegen der Ausbreitung von Ebola und den damit verbundenen Quarantänemaßnahmen die Erntearbeiter. Von Tag zu Tag werden Nahrungsmittel wie Getreide und Gemüse immer knapper, leicht verderbliche Lebensmittel werden vom Markt genommen. Der Handel ist folglich deutlich reduziert ist, besonders in Sierra Leone im östlichen Grenzgebiet zu Liberia. Das zieht eine massive Erhöhung der Preise für Nahrungsmittel nach sich. Viele Menschen können sich die teuren Lebensmittel nicht mehr leisten. Mittlerweile sind im ganzen Land, vor allem in den Bezirken Bonthe und Pujehun, die Lebensmittel knapp geworden. Familien mussten ihre Ernährung von zwei auf eine Mahlzeit täglich reduzieren. Darüber hinaus mussten zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie Behörden und Schulen vorübergehend geschlossen werden, wodurch auch viele Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Lebensgrundlage bedroht sind.

World Vision hat Arbeit ausgeweitet
„In Sierra Leone sind Hilfsteams von World Vision in nunmehr sechs Bezirken bzw. für mehr als 1,7 Millionen Menschen im Einsatz“, erklärt der Gesundheitsexperte Allieu S. Bangura von World Vision Sierra Leone und verweist dabei auf die Aufstockung der Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen Ebola. World Vision hilft mit medizinischen und psychosozialen sowie mit Aufklärungsmaßnahmen. Weiters unterstützt World Vision ein Schulradio-Programm für Kinder aus geschlossenen Schulen, das vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport angeboten wird.

Seit März dieses Jahres hat sich die Infektionskrankheit Ebola in Westafrika rasant verbreitet: Die Zahl der Infizierten ist auf 15.319 gestiegen, 5.444 Menschen sind bereits gestorben. Allein in Sierra Leone sind bereits 6.190 Menschen mit dem Ebola-Virus infiziert, 1.267 Menschen sind dem Virus bereits zum Opfer gefallen. Die Menschen im Land sind zunehmend verunsichert. Demnach bringen manche Eltern ihre kranken Kinder aus Angst vor einer Ansteckung nicht in die Gesundheitsstationen. Zudem bleiben gefährliche Infektionen wie auch Malaria oder Durchfallerkrankungen unbehandelt.

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