21.09.2017

Weltfriedenstag: Kriege gegen Kinder müssen dringend enden!

Kinderrechte müssen auch während Kriegen und Konflikten respektiert werden!
Kinderrechte müssen auch während Kriegen und Konflikten respektiert werden!

Wien, 21. September 2017 – Am heutigen Internationalen Weltfriedenstag betont die Kinderhilfsorganisation World Vision, dass Kriege und bewaffnete Konflikte immer auch Kriege gegen Kinder sind. Gewalt gegen Kinder nimmt insbesondere in Krisen und Konflikten Formen an, die mit Worten nicht mehr zu beschreiben sind.
Wien, 21. September 2017 – Am heutigen Internationalen Weltfriedenstag betont die Kinderhilfsorganisation World Vision, dass Kriege und bewaffnete Konflikte immer auch Kriege gegen Kinder sind. Gewalt gegen Kinder nimmt insbesondere in Krisen und Konflikten Formen an, die mit Worten nicht mehr zu beschreiben sind.
 
Ohne Frieden keine nachhaltige Entwicklung
Die vergangenen Monate waren geprägt von einem beispiellosen Maß an humanitärer Not, steigender Ungerechtigkeit und zunehmender Bedrohung für die globale Sicherheit. Die internationale Gemeinschaft hat sich vor zwei Jahren in der 2030 Agenda verpflichtet, sich für eine friedliche, gerechte und integrative Gesellschaft einzusetzen, die frei von Angst und Gewalt ist. Doch in vielen Regionen der Erde ist der Friede in Gefahr. Kriege und gewaltsame Konflikte gefährden nicht nur das Leben und die Gesundheit von Kindern, sondern auch ihre Zukunft, da sie nicht mehr zur Schule gehen können. „Ohne Frieden ist nachhaltige Entwicklung nicht möglich, genauso wie nachhaltige Entwicklung Grundvoraussetzung für Frieden ist“, erläutert Ekkehard Forberg, Friedensexperte bei World Vision. „Daher sollte langfristige Entwicklungszusammenarbeit auch Projekte für Friedensförderung beinhalten. Entsprechende Aktivitäten von Hilfsorganisationen müssen stärker gefördert werden.“
 
Kongo: 60 Prozent der Soldaten Kinder
World Vision ist in vielen Konfliktgebieten tätig, wie z.B. in Somalia, im Südsudan oder Kongo. In diesen Ländern beobachten die Mitarbeiter, dass viele Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert werden. In der Kasai Region im Kongo sind beispielsweise 40 bis 60 Prozent der Soldaten Kinder, viele von ihnen unter 15 Jahren. Laut UN wurden etwa 500 Fälle gezählt, in denen Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht wurden. Im Nahen Osten und Nordafrika hat sich die Zahl der Kindersoldaten laut UN im vergangenen Jahr verdoppelt.
 
Kampagne zur Beendigung der Gewalt gegen Kinder
Im Rahmen einer mehrjährigen internationalen Kampagne unter dem Titel „Jeder Einzelne zählt, um Gewalt gegen Kinder zu beenden“, kümmert sich World Vision besonders um Kinder im Krieg und auf der Flucht, sorgt für Betreuung in Kinderschutzzentren, in denen sie medizinisch und mit Nahrungsmitteln versorgt werden und zur Schule gehen können. Hierbei werden sie von besonders geschulten Mitarbeitern betreut. 
 
Zudem organisiert World Vision in vielen seiner Projekte sogenannt „Peaceclubs“ mit Kindern und Jugendlichen, in denen über Menschen- und Kinderrechte diskutiert wird und in denen friedliche Konfliktbewältigung geübt wird.
 

Kontakt

Mag. Tanja Zach
Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/833 94 11

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