24.09.2018

Alternativer Nobelpreis: World Vision gratuliert Tony Rinaudo

Mit regenerativer Wiederaufforstung grüne Revolution weltweit möglich
Tony Rinaudo hat die FMNR-Methode entwickelt.
Tony Rinaudo hat die FMNR-Methode entwickelt.

Wien, 24. September 2018 – Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision gratuliert dem World Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo herzlich zum „Alternativen Nobelpreis“.  Rinaudo hat den Preis für die Entwicklung der Wiederaufforstungsmethode FMNR erhalten.
Wien, 24. September 2018 – Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision gratuliert dem World Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo herzlich zum „Alternativen Nobelpreis“, bekannt auch unter dem Namen „Right Livelihood Award“. Rinaudo hat den Preis für die Entwicklung der Wiederaufforstungsmethode FMNR erhalten. FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) ist eine Technik, die auf noch vorhandene lebende Wurzelreste gerodeter Bäume zurückgreift und diese wieder zum Wachstum bringt.
 
„Tony Rinaudo hat geeignete Lösungen zur Bekämpfung von Desertifikation, Hunger und Verzweiflung. Seine FMNR-Methode hat sich als sehr erfolgreich erwiesen", so Ole von Uexküll, Direktor der Right Livelihood Award Stiftung.
 
„Es ist eine Ehre und es ist auch spannend darüber nachzudenken, was das für FMNR bedeuten könnte“, sagt Tony Rinaudo. „FMNR ist keine Wunderwaffe, aber die Methode hat definitiv das Potenzial, Klimaveränderungen zu mildern und eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des Hungers auf der Welt zu spielen.“
 
Seit Mitte der 80er erfolgreich
Tony Rinaudo hat die FMNR-Methode unbeirrt und trotz vieler Zweifler seit Mitte der 80er Jahre in Niger entwickelt. Allein in Niger konnten mehr als 6 Millionen Hektar Land mit der Methode wiederbegrünt werden. „In diesen Regionen erzählen Bauern, dass sie ihre Ernteerträge und dadurch ihre Einkommen verdoppeln konnten. Sie produzieren nun genug Lebensmittel, um zusätzlich 2,5 Millionen Menschen pro Jahr zu ernähren“, erzählt Rinaudo.
 
Um die Wiederaufforstungstechnik umsetzen zu können, werden ehemalige Waldflächen einige Jahre vor Abholzung und Viehfraß geschützt. Die neu austreibenden Sprossen werden gezielt beschnitten. Manche Bäume wachsen so schnell, dass sie bereits nach 2 Jahren wieder etwa 2 Meter hoch sind. Mit ihrem Laub düngen sie die Böden und werfen Schatten und das Wurzelwerk hält die Feuchtigkeit im Boden zurück. Zudem profitiert die Biodiversität, da Vögel und Insekten sich wieder ansiedeln. Die Ernteerträge konnten in vielen Fällen verdoppelt bis verdreifacht werden. 
 
Die Methode funktioniert sogar in einigen Wüsten und Regionen, in denen viele Jahre kein Regen gefallen ist, da die Wurzeln einiger Bäume tief in die Erde ragen und sich so mit Grundwasser versorgen können. Zunächst wurde Rinaudo als verrückter, „weißer Bauer“ bezeichnet. Nach bahnbrechenden Erfolgen wird FMNR in über 25, vor allem afrikanischen, Ländern, praktiziert.
 
Kevin Jenkins, Präsident von World Vision International: „Dies ist eine wohlverdiente Auszeichnung für einen inspirierenden, entschlossenen Pionier. Tony Rinaudo ist ein leidenschaftlicher Visionär für die Wiederbegrünung der Wüsten- und Halbwüstenregionen der Welt. Jahrzehntelange evidenzbasierte Forschung veranlasste World Vision zur Umsetzung von Programmen, die die Lebensgrundlagen für Familien verändert und das Wohlergehen gefährdeter Kinder auf der ganzen Welt verbessert haben. Wir freuen uns, dass die Arbeit wächst und sich von klein auf ausbreitet, wie die Bäume selbst - die Randgemeinden stärken und zu besseren Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungsergebnissen für Kinder in fragilen Umgebungen führen.“ 
 
  
Tony Rinaudo steht für Interviews zur Verfügung (bitte Zeitunterschied Australien/Österreich beachten).  Bitte wenden Sie sich an Tanja Zach: tanja.zach@wveu.org, 0664-833 94 11.
 
 

Kontakt

Mag. Tanja Zach
Presse- und Medienservice
Telefon: 0664/833 94 11
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Tony Rinaudo hat die FMNR-Methode entwickelt.