02.04.2019

Afghanistan: World Vision-Teams erreichen von den Überschwemmungen abgeschnittene Gebiete

Verheerende Zerstörungen treten ans Tageslicht

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Herat/Wien, 02. April 2019 – Ein paar Tage nach den schweren Überschwemmungen im Westen Afghanistans treten die katastrophalen Ausmaße der Schäden ans Tageslicht. Hilfsorganisationen erreichen nach und nach die Gebiete, die durch das Hochwasser weitgehend abgeschnitten waren.

„In manchen Teilen der Region sind die Zerstörungen verheerend, Zehntausende Menschen sind betroffen“, sagt Dwain Hindriksen, Einsatzdirektor bei World Vision Afghanistan.
Die Regenfälle folgen auf die schwerste Dürre im Land seit Jahren, durch die Hunderttausende Familien ihre Häuser verlassen mussten und ihre Lebensgrundlagen verloren haben. 1,6 Millionen Kinder leiden unter akuter Unterernährung.

Am Freitag, 29. März, kurz nach Mitternacht begannen die schweren Unwetter. World Vision startete in Abstimmung mit lokalen Regierungen, Partnern und Gemeinden sofort mit Bedarfsermittlung und Nothilfemaßnahmen in den Provinzen Herat und Badghis. Die Mitarbeiter vor Ort berichteten von Häusern, die vollständig weggeschwemmt wurden – ebenso wie Ernten und Vieh. Bereits vor den Fluten war in Badghis die Gefahr einer Hungersnot immanent.

„Mein Haus ist fast gänzlich in sich zusammengebrochen. Ich lebe mit meinen Kindern nun in einem Zelt“, sagt der 55-jährige Najmedin. „Ich hatte alle meine Lebensmittel hier gelagert“, erzählt er weiter. „Reis, Weizen und Mehl – alles weg. Ich hatte Weizen angepflanzt, die Flut hat alles weggespült.“

„Die Menschen in Afghanistan haben in den vergangenen vier Jahrzehnten so viel durchgemacht – Konflikt, Vertreibung und extreme Wetterphänomene. Sie sind sehr widerstandsfähig, aber gerade jetzt brauchen Kinder und ihre Familien dringend humanitäre Hilfe“, sagt Hindriksen. Am dringendsten werden unter anderem Nahrungsmittel, Wasseraufbereitungs- und Hygienesets, Decken sowie Medikamente benötigt.

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