18.05.2015

Bosnien: 1 Jahr nach den Überschwemmungen

Nachdem sein einziges Pferd in den Überschwemmungen getötet wurde, erhielt Mirsad von World Vision ein neues.

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Wien, 18. Mai 2015 – Ein Jahr nach den verheerenden Überschwemmungen in Südosteuropa kehrt erst langsam wieder Normalität in Bosnien und Herzegowina ein. Die Unterstützung für die Bevölkerung ist nach wie vor notwendig. Die Region stand damals meterhoch unter Wasser. Infrastruktur und Häuser wurden zerstört und Ernten vernichtet. Mehr als 1,5 Millionen Menschen, fast 40 Prozent der Bevölkerung, waren alleine in Bosnien und Herzegowina von den Überschwemmungen betroffen. 90.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele Familien wurden durch das Hochwasser ihrer Existenz beraubt.

World Vision konnte als eine der ersten Organisationen innerhalb der ersten 24 Stunden Nothilfe leisten und tausende Betroffene mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Decken, Regenjacken und Schlauchbooten versorgen. In weiterer Folge standen die Hilfe beim Wiederaufbau und der Schutz der Kinder im Vordergrund. Insgesamt hat World Vision fast 400.000 Menschen, davon über 140.000 Kinder unterstützen können.

Hilfe für Kinder und Bauern
In Zusammenarbeit mit UNICEF hat World Vision nach dem Hochwasser 19 Kinderschutzzonen errichtet. Mehr als 1.600 Kinder konnten sich so in einem geschützten Umfeld von den traumatischen Erlebnissen erholen. Neben Spielen und Lernen gehörten auch Musik- und Theateraktivitäten zum Programm in den Kinderschutzzonen.

Durch ein Projekt der „Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit“ (Oeza), das World Vision implementiert, werden Bauern unterstützt, deren wirtschaftliche Existenz durch die Überschwemmungen zerstört wurde. Die meisten Familien verfügen über ein Haushaltseinkommen von nicht einmal 200 Euro pro Monat – zu wenig, um die Beseitigung der Flutschäden aus eigener Tasche zu bezahlen. Sie erhielten von World Vision Saatgut, Dünger, Bienenstöcke sowie Vieh und Nutztiere. Bis zum Ende der Projektlaufzeit werden insgesamt knapp 2.100 Familien (ca. 7.000 Personen) unterstützt. 
Einer der Betroffenen war Mirsad. Ein Erdrutsch traf den Stall neben seinem Wohnhaus und tötete das einzige Pferd der Familie. „Das Pferd war so wichtig für uns. Ich fühlte mich, wie wenn man mir einen Arm abgehackt hätte“, erzählt Mirsad. Im Rahmen des Projekts bekam die Familie ein neues Pferd und damit auch die Chance auf ein Einkommen.

„Am Beispiel Bosnien wird klar, wie wichtig Soforthilfe für Menschen in und unmittelbar nach Katastrophen ist. Umso wünschenswerter wäre es, dass die Bekenntnisse der Regierung zur Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds auch wirklich in die Tat umgesetzt werden“, sagt Daniel Streit, Leiter Internationale Programme bei World Vision Österreich.

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In Kinderschutzzonen von World Vision können Kinder in einem geschützten Umfeld spielen und lernen.
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