25.10.2018

Erdbeben/Tsunami In Indonesien: Einen Monat nach der Katastrophe – Tausende Kinder benötigen Hilfe

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Jakarta/Wien, 25. Oktober 2018 – Fast ein Monat ist seit dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien mit über 2 Millionen Menschen vergangen. Mehr als 220.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Mindestens 110.000 Überlebende leben nach wie vor in Evakuierungszentren und benötigen sofortige Hilfe – viele von ihnen sind Kinder.

Gefahr von Krankheiten
„Es besteht die Gefahr, dass sich Krankheiten ausbreiten, weil das Wasser so verschmutzt ist. Viele der Brunnen sind beschädigt und nicht funktionsfähig“, sagt Dr. Rachmat Willy Sitompul, Gesundheits- und Ernährungsspezialist bei World Vision Indonesien (Wahana Visi Indonesia).

Von den enormen Verwüstungen und Zerstörungen sind 460.000 Kinder in 4 Regionen betroffen. Viele haben alles verloren. „Da sich die hygienischen Bedingungen seit der Katastrophe drastisch verschlechtert haben, sind viele Überlebende – insbesondere Kinder, schwangere Mütter und ältere Menschen – einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit übertragbaren Krankheiten anzustecken“, fügt Sitompul hinzu.

Auch die Monsunzeit stellt eine Gefahr für die betroffene Bevölkerung dar. Es ist dringend notwendig, die Lebensbedingungen für die evakuierten Menschen zu verbessern. Zehntausende können nach wie vor nicht in ihre Häuser zurückkehren. Entweder sie sind komplett zerstört oder es ist zu gefährlich, da sie zu stark beschädigt sind.

Dr. Situmpol hält die Menschen in Zentral-Sulawesi für noch gefährdeter als bisher: „Wir arbeiten seit mehr als 15 Jahren hier auf den Inseln. Mangel- und Unterernährungsprobleme waren bereits vor der Katastrophe weit verbreitet. Und wenn wir nun nicht schnell helfen, wird die Unterernährungsrate weiter steigen.“

Gemeinschaftsküchen, Kinderschutzzentren & lebensnotwendige Hilfsgüter
World Vision Indonesien hat Gemeinschaftsküchen eingerichtet, um Mütter und Kleinkinder mit ausgewogener Ernährung zu versorgen. Freiwillige Mitarbeiter verteilen dort Mahlzeiten wie Haferbrei mit Reis und Gemüse.
In Palu, Sigi und Donggala konnten die Mitarbeiter von World Vision Indonesien unmittelbar nach der Katastrophe mit dem Nothilfeeinsatz beginnen. Tausende von Hilfsgütern aus dezentralen Lagern in der Nähe der Katastrophenregion wurden an die betroffenen Menschen verteilt –  einschließlich Hygienesets, Decken und Matten.

An verschiedenen Plätzen wurden Kinderschutzzentren errichtet: Orte, an denen Kinder weiter lernen, spielen und einfach nur Kinder sein können. Geschulte Mitarbeiter sensibilisieren Kinder dort auch für Katastrophen, indem sie ihnen erklären, wie sie sich bei einer Naturkatastrophe schützen und sich auf zukünftige Katastrophen vorbereiten können. Weiters wurden sichere Räume für Schwangere und stillende Mütter geschaffen.

„Wir sind bereit, so viel Unterstützung wie möglich zu leisten, um das Leiden dieser Menschen zu lindern. Bald wird mit dem Wiederaufbau begonnen werden, um das Gefühl von Widerstandsfähigkeit in der Bevölkerung zu stärken“, fügt Dr. Sitompul hinzu.
 
World Vision Indonesien unterstützt gemeinsam mit der Regierung und anderen Hilfsorganisationen die Familien dabei, ihr Leben wieder aufzubauen. Durch den aktuellen Hilfseinsatz von World Vision Indonesien soll in den kommenden 6 Monaten der unmittelbare Bedarf von 80.000 Menschen gedeckt werden. Die Schwerpunkte liegen auf der Versorgung mit Lebensmitteln, Non-Food-Artikeln, Hygienesets, Notunterkünften sowie auf dem besonderen Schutz von Frauen und Kindern.

World Vision bittet um Spenden für den Nothilfeeinsatz in Indonesien:
World Vision Österreich
Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort: Erdbeben Indonesien
www.worldvision.at/indonesien
 

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