12.10.2018

Indonesien: Tausende Schulen in Sulawesi zerstört – Hunderttausende Schüler betroffen

Kinder müssen bei Katastrophenbekämpfung im Fokus stehen

Kinder lernen in den Kinderschutzzentren auf spielerische Art und Weise, wie sie sich bei Erdbeben schützen können.

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Palu/Wien, 12. Oktober 2018 – Nach Angaben der internationalen Kinderhilfsorganisation World Vision sind nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien mehr als 2.700 Schulen zerstört worden. Die Organisation beruft sich dabei auf Zahlen des Humanitarian Country Teams (HTC). Die Folgen dieser Zerstörung seien auch langfristig erheblich, da Kinder nach Katastrophen zu den besonders gefährdeten Opfern zählen.

„Schulen sind wichtige Einrichtungen im Leben von Kindern, gerade nach traumatischen Ereignissen wie in Indonesien“, erklärt Dirk Bathe, Medienreferent bei World Vision. „Wenn diese Schulen zerstört sind, haben die Kinder keinen Fixpunkt mehr, keine Anlaufstelle, in der sie miteinander reden und ein bisschen Normalität erfahren können.“

Kinderschutzzentren werden errichtet
Nach Schätzungen der Koordinierungsstelle der Hilfsorganisationen in Indonesien sind etwa 186.000 Schüler und Schülerinnen von den Zerstörungen ihrer Schulen betroffen. Da häufig auch die Wohnhäuser der Kinder und Jugendlichen beschädigt oder zerstört wurden, sind einige Tausend von ihnen obdachlos. Als ein Mittel, um den Betroffenen zu helfen, hat World Vision bislang 10 Kinderschutzzentren aufgebaut. In diesen Zentren werden jeweils etwa 90 Kinder psychosozial betreut. Sie können spielen, lernen und so etwas zur Ruhe kommen und ihre Erlebnisse verarbeiten.
 
Nach Angaben von World Vision macht die Wiederherstellung der Infrastruktur wie Straßen und Brücken langsam Fortschritte. Deshalb erreichen Helfer der Organisation immer mehr abgelegene Gebiete. „Unsere Kollegen berichten, dass viele Trinkbrunnen in entfernteren Dörfern zerstört sind. Aber auch in Städten wie Palu und Donggala ist die Trinkwasserversorgung noch immer ein Problem“, sagt Bathe. World Vision hat damit begonnen, Wasser und Nahrung zu verteilen, ebenso wie Zeltplanen und Hygiene-Artikel. Zusätzlich zu den Kinderschutzzentren will die Organisation jetzt auch Zentren für junge Mütter und Kleinkinder aufbauen.

World Vision bittet um Spenden für den Nothilfeeinsatz in Indonesien:
World Vision Österreich
Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort: Erdbeben Indonesien
www.worldvision.at/indonesien

Kinder lernen in den Kinderschutzzentren auf spielerische Art und Weise, wie sie sich bei Erdbeben schützen können. (. JPG )

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