01.10.2018

Indonesien: Verzweiflung unter Tsunami-Opfern wächst

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Palu/Wien, 01. Oktober 2018 – Nach dem Erdbeben und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi wächst die Verzweiflung der Überlebenden. Viele sind auf der Suche nach sauberem Trinkwasser und Nahrung. Weil schweres Räumgerät und Benzin fehlen, können Verschüttete nicht geborgen werden. Sorge bereitet den Menschen vor Ort auch, dass viele Tote nicht geborgen werden können und sich Krankheiten ausbreiten könnten. 
 
Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Vision berichten, dass Menschen aus Verzweiflung mit bloßen Händen nach Verschütteten suchen. Da in vielen Ortschaften der Strom ausgefallen sei und auch Benzin und Diesel für Stromaggregate fehlen, kämen die Bergungsarbeiten nur äußerst langsam voran. Viele Straßen sind zerstört und Brücken beschädigt. Deshalb sei auch die Versorgung der Überlebenden bislang kaum zu gewährleisten. Es fehlt vor allem an Nahrung, Medizin und sauberem Trinkwasser.  Kinder leiden besonders unter der Situation. "Viele Kinder haben Angst und fürchten sich vor einem weiteren Erdbeben. Sie haben ihr Zuhause verloren. Manche von ihnen geraten schon beim Lärm eines Flugzeugs in Panik", sagt Sabtarina Dwi Febriyanti, eine World Vision-Mitarbeiterin, die das Erdbeben selbst vor Ort erlebt hat.
 
Die Mitarbeiter von World Vision haben mittlerweile auch abgelegenere Gebiete südlich der Stadt Palu erreicht. Auch dort sind die Zerstörungen groß, die Ortschaft Sigi wurde unter einem Erdrutsch komplett begraben.
 
In der Zwischenzeit läuft die internationale Hilfe für Indonesien an. Hilfsorganisationen in der Stadt Palu haben ihre Arbeiten koordiniert. World Vision versorgt Betroffene mit Hilfsgütern wie Hygieneartikeln und Babynahrung aus dezentralen Lagern und hat zudem 50 obdachlose Familien auf dem Bürogelände in Palu aufgenommen.
 
World Vision bittet um Spenden für den Nothilfeeinsatz in Indonesien:
 
World Vision Österreich
Erste Bank
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC/Swift: GIBAATWW
Kennwort: Erdbeben Indonesien
 
ACHTUNG REDAKTIONEN: 
Interviews mit MitarbeiterInnen vor Ort (in englischer Sprache) können arrangiert werden. (Die Verbindung nach Palu ist aufgrund von Verbindungsunterbrechungen nicht immer zu gewährleisten - heute kam es bereits zu Schwierigkeiten, KollegInnen in Jakarta sind aber grundsätzlich erreichbar.) Wir vermitteln diese gerne auf Anfrage unter tanja.zach@wveu.org  oder 0664/833 94 11.
 

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