17.05.2018

Von der Dürre zur Überschwemmung: Mehr als eine Million Menschen leiden unter andauernden Regenfällen in Ostafrika

In Somalia werden Esel zur Evakuierung der überfluteten Dörfer eingesetzt.

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Wien/Nairobi, 17. Mai 2018 – Andauernde Regenfälle in Teilen Somalias, Äthiopiens und Kenias haben Häuser, Schulen und Geschäfte unter Wasser gesetzt. 1,2 Millionen Menschen sind von den Überflutungen betroffen, mehr als 700.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in höhere Lagen evakuiert werden.
 
„Hunderttausende Kinder sind in Gefahr: Sie haben kein Essen und das Wasser, das sie trinken, ist verschmutzt. Ihre Schulen sind zerstört und ihre Eltern haben keine Einkommensquellen mehr. Zuerst die verheerende Dürre und nun die Überschwemmungen. Das wird das Leben der Menschen noch für viele Monate negativ beeinflussen. Sie leiden sehr darunter“, sagt Stephen Omollo, Vizepräsident von World Vision in Ostafrika. „Durch unseren länderübergreifenden Nothilfeeinsatz schaffen wir Zugang zu Nahrung, Wasser, Unterkünften und sanitären Einrichtungen. Die Nothilfeteams von World Vision arbeiten gemeinsam mit der Bevölkerung und den lokalen Regierungen sowie Hilfsorganisationen daran, die notwendigsten Bedürfnisse der betroffenen Kinder und ihrer Familien zu decken.“
 
Somalia, Kenia, Äthiopien: 700.000 evakuierte Menschen
Im Süden Somalias sind mehr als 718.000 Menschen betroffen, 220.000 mussten ihre Häuser verlassen. Wassermassen haben Ernten sowie Wasser- und sanitäre Anlagen zerstört und Nutzvieh getötet. Der Schulbetrieb wurde unterbrochen. Auch eine Zunahme von Cholera-Fällen wird befürchtet, da durch das Hochwasser flache Brunnen verunreinigt werden.

In Kenia haben die Fluten 311.000 Menschen vertrieben, 132 kamen ums Leben. Mehr als 200 Schulen und die bestehenden Wassersysteme in mehreren Landkreisen wurden zerstört. Auch in Kenia steigt die Zahl der Cholera-Fälle im Norden und Osten des Landes.

In Äthiopien mussten durch die starken Regenfälle mehr als 170.000 Menschen ihre Dörfer verlassen, vor allem im Südosten des Landes. Auch hier wurden Häuser, Ackerland, Ernten, Vieh und Schulen durch die Überschwemmungen zerstört. Es besteht ein dringender Bedarf an Nahrungsmitteln, Wasser, Gesundheitsdiensten, Decken sowie Hygienematerial.

Klimawandel verstärkt Intensität von Naturkatastrophen
„In den vergangenen Jahren hat die Intensität wiederkehrender Naturkatastrophen in Ostafrika durch die Auswirkungen des Klimawandels zugenommen. Von den aktuellen Überschwemmungen in Somalia, Äthiopien und Kenia sind über eine Million Menschen betroffen, viele von ihnen mussten ihre Häuser verlassen. Die Menschen leben in provisorischen Notunterkünften ohne Nahrung, sauberes Wasser oder angemessene sanitäre Einrichtungen. Weitere Regenfälle sind vorhergesagt. Das wird die Notlage der Kinder und ihrer Familien noch weiter verschlimmern“, sagt Christopher Hoffman, Regionalleiter für Humanitäre Hilfe in Ostafrika bei World Vision.

World Vision hat seit Anfang 2017 mit der Unterstützung von Spendern und Regierungen auf der ganzen Welt sowie von UN-Organisationen und dem Welternährungsprogramm mehr als 3,5 Millionen Menschen in Ostafrika mit Nothilfemaßnahmen in den Bereichen Wasser, Nahrungsmittelhilfe, Bildung, Gesundheit und Kinderschutz erreicht. 
 
Interviews mit MitarbeiterInnen vor Ort (auf Englisch) können gerne auf Anfrage vermittelt werden:
tanja.zach@wveu.org, 0664-833 94 11

In Somalia werden Esel zur Evakuierung der überfluteten Dörfer eingesetzt. (. jpg )

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