25.03.2019

Zyklon Idai: Große Sorge um Millionen Kinder – besonders alleinstehende Kinder brauchen dringend Hilfe

Mehrere Tausend Menschen mit Hilfsmaßnahmen erreicht

Erste Nothilfegüter werden verteilt.

Zu dieser Meldung gibt es: 1 Bild

Pressetext (3232 Zeichen)Plaintext

Beira/Harare/Lilongwe/Wien, 25. März 2019 - Vor dem Hintergrund des Chaos nach dem Zyklon Idai machen sich die Mitarbeiter der Kinderhilfsorganisation World Vision große Sorgen um die Situation der mehr als eine Million Kinder, die vom Zyklon und den Überschwemmungen betroffen sind. Besonders Kinder, die ihre Eltern verloren haben, brauchen schnell Schutz und eine sichere Unterkunft.

„Die Auswirkungen sind verheerend und Kinder erzählen uns schreckliche Geschichten über ihre Erlebnisse. Babys, die im Hauptkrankenhaus in Beira behandelt wurden, starben, als der Strom für ihre Pflege ausging“, erzählt Claire Rogers, World Vision CEO von Australien, die sich gerade in Beira befindet. „Eine unbekannte Anzahl von Kindern wurde während des Zyklons und des darauffolgenden Chaos von Familienmitgliedern getrennt. Wir müssen jetzt sehr schnell handeln, damit diese Kinder nicht in die Hände von Menschenhändlern fallen oder Opfer von sexueller Gewalt oder Frühverheiratung werden."  
World Vision plant schnellstmöglich die Errichtung von Schutzzentren für alleinstehende Kinder. Dort finden sie Zuflucht, können spielen und mit erfahrenen Erziehern über ihre Erlebnisse sprechen. Derzeit sind viele Kinder in völlig überfüllten Waisenhäusern untergebracht.
 
7.000 Menschen mit Hilfsmaßnahmen erreicht
Die World Vision-Teams haben inzwischen mehr als 7.000 Menschen mit Hilfsmaßnahmen erreicht. Zelte, Planen, Decken, Moskitonetze und andere Ausrüstungen wurden u.a. in der Provinz Zambesia  verteilt. „Wir arbeiten daran, die lokal verfügbaren Vorräte zu nutzen, aber da ganze Gemeinden nur über den Luftweg erreichbar sind, dauern die Dinge länger, als wir es gerne hätten", erklärt Rogers. Ziel sei es, in den kommenden Wochen Zehntausenden Menschen zu helfen. Maßnahmen zur Wasseraufbereitung und zur Verbesserung der katastrophalen Hygienebedingungen werden ebenfalls auf den Weg gebracht. Dringend müssen auch Lebensmittel verteilt werden, da viele Menschen seit Tagen nichts gegessen haben. 
 
Noch immer ist das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht zu übersehen. In manchen Regionen steigt das Hochwasser wieder an und bringt weitere Menschen in Gefahr. 
 
Große Infrastrukturschäden auch in Simbabwe
In Simbabwe erschweren große Schäden an der Infrastruktur die Versorgung, auch wenn manche Gebiete wieder auf dem Landweg erreichbar sind. Etwa 120.000 Frauen und 60.000 Kinder benötigen nach ersten Erhebungen dringend Schutzmaßnahmen, mehr als 200.000 Menschen auch Nahrungsmittelhilfe. In Malawi sind mehr als 900.000 Menschen in 14 Distrikten hauptsächlich im Süden des Landes betroffen. Dort regnet es schon seit Anfang März. 
  
World Vision ist in allen drei von den Überflutungen betroffenen Ländern Mosambik, Simbabwe und Malawi schon seit vielen Jahren mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit aktiv und daher in der Lage, schnell Hilfe zu leisten.


World Vision bittet um Spenden für den Katastropheneinsatz:
 
World Vision Österreich
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800 
BIC: GIBAATWW
Kennwort: "Zyklon"

oder online hier.
 
 
INTERVIEWMÖGLICHKEIT:
Interviews mit englischsprachigen Sprechern vor Ort vermitteln wir gerne auf Anfrage.


Erste Nothilfegüter werden verteilt. (. JPG )

Maße Größe
Original 720 x 480 346,8 KB
Small 600 x 400 89,9 KB
Custom x