17.11.2014

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: „Wo bleiben die Rechte, die ihr uns versprochen habt?“

Ein World Vision-Bericht fordert: oberste Priorität für Kinderrechte bei der Post-2015-Entwicklungsagenda.

World Vision-Bericht „Writing for Rights – Letters from the World’s Children“

Der World Vision-Bericht zeigt 25 Briefe von Kindern aus der ganzen Welt. Sie rufen ihre Regierungen dazu auf, intensiver an der Umsetzung von Kinderrechten zu arbeiten.

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Wien, 17. November 2014 – Auch 25 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) gibt es noch einen großen Unterschied zwischen den Versprechungen der Regierungen und der Realität von Millionen von Kindern. Das spiegelt auch der heute veröffentlichte Bericht „Writing for Rights“ der internationalen Kinderhilfsorganisation World Vision im Vorfeld des 25jährigen Jubiläums der Kinderrechtskonvention wider.

Der Bericht zeigt 25 Briefe von Kindern aus der ganzen Welt. Sie rufen ihre Regierungen dazu auf, intensiver an der Umsetzung von Kinderrechten zu arbeiten.
Die Kinder geben einen einzigartigen Einblick darin, wie sich die Lebensumstände verändert haben. Sie benennen aber auch Ängste – Kinderheirat, Zwangsarbeit, Gewalt und das Fehlen von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sind nach wie vor traurige Realität für viele.

Charles Badenoch, Leiter der Anwaltschaft bei World Vision, erklärt: „Wir begehen heuer den 25. Jahrestag der Konvention, nun ist es Zeit für uns zuzuhören. Kinder sind Experten des eigenen Lebens. Sie kennen ihre eigenen Bedürfnisse am besten. Entscheidungen, die auf Informationen von Kindern basieren, werden relevanter, effektiver und nachhaltiger sein.“

Kindern zuhören
„Zum 25jährigen Jubiläum der Kinderrechtskonvention möchte ich unserer Regierung für ihre Bemühungen zur Verbesserung von Bildungschancen danken. Aber vor allem möchte ich sie auf die Situation der ärmsten Kinder in abgelegenen Regionen hinweisen. Sie sollten die gleichen Chancen haben wie privilegiertere Kinder in den Städten“, schreibt beispielsweise die 16jährige Alice aus Sierra Leone.

„Zum 25jährigen Jubiläum der Kinderrechtskonvention möchte ich unserer Regierung für ihre Bemühungen zur Verbesserung von Bildungschancen danken. Aber vor allem möchte ich sie auf die Situation der ärmsten Kinder in abgelegenen Regionen hinweisen. Sie sollten die gleichen Chancen haben wie privilegiertere Kinder in den Städten“, schreibt die 16jährige Alice aus Sierra Leone.

Rechte zur Realität machen
World Vision appelliert daher an alle Regierungen, Kinderrechten oberste Priorität in der Post-2015-Entwicklungsagenda einzuräumen. Denn nur gesunde, umsorgte und ausgebildete Kinder werden zu leistungsfähigen Erwachsenen, die zu einer friedlichen und produktiven Gesellschaft beitragen.

„Der Erfolg der ‚Post-2015‘-Ziele, welche die Milleniums-Entwicklungsziele abgelösen werden, muss daran gemessen werden, wie sie die besonders gefährdeten Kinder in den ärmsten Regionen erreichen,“ sagt Badenoch.

World Vision fordert weiters alle Regierungen dazu auf, das 3. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zu ratifizieren. Dieses Protokoll beinhaltet ein Individualbeschwerdeverfahren speziell für Kinder. Es sieht vor, dass Kinder Verletzungen von Kinderrechten direkt an die Vereinten Nationen berichten werden können. Dort werden die Fälle geprüft und daraufhin die jeweilige Regierung des Kindes zum Handeln aufgefordert.

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