07.11.2012

Außenministerium hört die Rufe der „Peer Up“-Jugendlichen

"We want you to act"

Erfolg: Unsere Peer-Up Jugendlichen wurden vom Außenministerium gehört!

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Jugendliche aus ganz Österreich fordern lautstark mehr Mittel für EZA

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Wien, 7.11.2012 - Für eine Trendwende in Österreichs Entwicklungshilfe traten am Dienstag in Wien Jugendliche aus mehreren Bundesländern lautstark ein. Im Rahmen ihrer Aktionen für eine Aufstockung der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) erwirkten die engagierten Schülerinnen und Schüler ein Gespräch mit Staatssekretär Reinhold Lopatka.

Wer am Dienstag gegen Mittag vor dem österreichischen Außenministerium oder auf der Mariahilfer Straße spazierte, konnte die verzweifelten Rufe einer großen Gruppe junger Menschen hören: die Rufe nach Nahrung, nach Wasser oder nach ärztlicher Behandlung, untermalt von Pfeifen, Sirenen und Trommelklängen. Viele Menschen blieben stehen und konnten sich von dem ernsten Hintergrund der Aktionen überzeugen. Auf den Schildern der Jugendlichen haben die Schülerinnen und Schüler des BORG Perg, des Erzbischöflichen Gymnasiums Hollabrunn und des Bundesgymnasiums Porcia Spittal a.d. Drau auf Probleme wie die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit oder den mangelnden Zugang zu Bildungseinrichtungen in vielen Ländern aufmerksam gemacht.

Dass die Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele nur durch eine massive Erhöhung des Entwicklungshilfebudgets möglich ist, haben die Jugendlichen in einem Gespräch mit Staatssekretär Reinhold Lopatka zum Ausdruck gebracht. Allerdings dämpfte die ausgebliebene Zusage auf eine Aufstockung des Entwicklungsbudgets die Freude der Schülerinnen und Schüler über die Gesprächsbereitschaft des Staatssekretärs. Er versprach den Jugendlichen zwar, sich für die Forderungen stark zu machen, erklärte aber, dass fixe Zusagen erst nach der Wahl 2013 möglich wären. Die heutige Ankündigung des Staatssekretärs, einen neuen Dreijahresplan aufzustellen, wird von World Vision grundsätzlich begrüßt. Allerdings sieht World Vision die Einrechnung der Entschuldungen sehr kritisch, da es sich nicht um eine Finanzierung von gestaltbarer Entwicklungszusammenarbeit handelt. Denn die gestaltbaren Mittel werden in diesem Plan weiter gekürzt.

Das derzeitige Entwicklungshilfebudget beträgt lediglich 0,27%, wodurch hier Österreich zu den Schlusslichtern in Europa zählt. Im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten und von World Vision durchgeführten Projektes „Peer Up“ haben sich die Jugendlichen intensiv mit den Millennium-Entwicklungszielen beschäftigt. Diese Ziele sollen bis 2015 erreicht werden. Trotz einiger Fortschritte ist Österreich noch weit entfernt.

World Vision Österreich und die Jugendlichen von „Peer Up“ hoffen, dass es immer mehr Menschen in unserem Land „nicht wurscht“ ist, dass unsere Regierung so wenig für Entwicklungszusammenarbeit tut. Gemeinsam mit anderen, ebenfalls in der Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung (AGGV) vertretenen Organisationen fordert World Vision Österreich mit der gemeinsamen Kampagne „Mir wurscht…“ eine Trendwende in Österreichs Entwicklungszusammenarbeit.

www.mirwurscht.org

www.peer-up.at

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Erfolg: Unsere Peer-Up Jugendlichen wurden vom Außenministerium gehört!

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