05.12.2014

Neuer Super-Taifun Hagupit auf Philippinen erwartet

Evakuierung von Kranken, älteren Menschen und Familien hat begonnen

Diese Familie hatte auch schon beim Taifun Haiyan Zuflucht im Kongresszentrum Astrodome gesucht.

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Wien, 5.12.2014 - Ein Jahr nach den schweren Zerstörungen durch Taifun Haiyan auf den Zentralphilippinen hat ein weiterer Taifun Kurs auf die Inselgruppe genommen. Voraussichtlich wird „Hagupit“ am Samstag auf Land treffen. Das internationale Kinderhilfswerk World Vision trifft Vorbereitungen für einen möglichen Hilfseinsatz und unterstützt Evakuierungen vor Ort.

World Vision koordiniert gemeinsam mit Behörden und Partnern vor Ort die Vorbereitungsmaßnahmen. Für mindestens 1.000 Familien stehen Notfallpakete bereit. Außerdem verteilen World Vision-Mitarbeiter Infoblätter zum Schutz der Bevölkerung. Für die Vorbereitungen werden die Strukturen genutzt, die bereits seit dem Taifun Haiyan bestehen.

Sollte Hagupit bis zu seinem Auftreffen auf Land seine Richtung nicht unerwartet ändern, könnten laut UN-Nothilfekoordination (UNOCHA) bis zu 4,5 Millionen Menschen von seinen Auswirkungen betroffen sein. Mit Sturmschäden rechnen müssen voraussichtlich die Provinzen Bohol, Cebu, Negros, Leyte and Samar im Osten der Zentralphilippinen, die im November 2013 auch von Haiyan getroffen wurden. In den Gebieten, auf die Hagupit übereinstimmenden Berechnungen zufolge treffen könnte, drohen laut den Behörden Orkanböen, massive Regenfälle und Überschwemmungen. Bereits jetzt erreicht der Taifun Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde. 

Erste Evakuierungen
Am Mittwoch starteten die ersten Evakuierungsmaßnahmen. Der Schulunterricht ist in weiten Teilen der betroffenen Gebiete ausgefallen, da viele Schulen als Schutzräume für die Bevölkerung benötigt werden. Tausende Menschen sind laut Behördenangaben aus  der Stadt Tacloban bereits weiter ins Landesinnere geflüchtet. Gestern und heute wird in Tacloban nicht gearbeitet. Über hundert mögliche Evakuierungsorte wurden bereits identifiziert.

Einer der großen Sammelpunkte für Evakuierungen auf der Insel Leyte ist das Kongresszentrum „Astrodome“ in der 2013 weitgehend zerstörten Stadt Tacloban. Dort finden sich derzeit Familien, Kranke und ältere Menschen ein. Sie sollen von hier aus an sichere Orte im Landesinneren gebracht werden.

„Die Menschen hier haben enorme Angst“, berichtet World Vision-Mitarbeiterin Cecil Laguardia von dort. „Nach Panikkäufen sind die Geschäfte leer, und die meisten Menschen haben sich bereits in Evakuierungszentren begeben. Die Erinnerung an Haiyan und die 6.000 Toten ist sehr präsent“. Immer noch leben in Tacloban 3.500 Menschen in Zelten und notdürftigen Behausungen – ohne Schutz vor einem Super-Taifun.

Der Osten der Inselgruppe Visayas, eine der ärmsten Gegenden der Philippinen, befindet sich derzeit im Wiederaufbau nach den großen Zerstörungen, die Haiyan vor rund 13 Monaten angerichtet hatte. Bislang konnte World Vision in der Region mehr als eine Million Menschen mit Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen erreichen.  

Diese Familie hatte auch schon beim Taifun Haiyan Zuflucht im Kongresszentrum Astrodome gesucht. (. JPG )

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