10.10.2013

Österreich trägt direkt Schuld an den Flüchtlingsdramen

Flüchtlinge

Viele verzweifelte Menschen hoffen in Europa auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder.

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Wien 8. Oktober 2013 – In der gestrigen Zeit im Bild hat Innenministerin Johanna Mikl-
Leitner jede Mitverantwortung oder Mitverpflichtung Österreichs am Flüchtlingsdrama in
Lampedusa abgestritten. In einem Nachsatz hat sie gemeint, es brauche eine bessere
Entwicklungszusammenarbeit. Tatsächlich hat die Regierung vor kurzem die Gelder der
Entwicklungszusammenarbeit weiter reduziert, obwohl mehrfach 0,7% des BIP als Ziel im
Rahmen der Millenniumsentwicklungsziele zugesagt wurden.
„Österreichs Regierung trägt eine Mitschuld an den andauernden Flüchtlingsströmen!“, so
Amanda Platzer, Geschäftsführerin von World Vision Österreich. „Auf der einen Seite die
Verantwortung von sich weisen und eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit fordern
und auf der anderen Seite die so wichtigen Gelder dafür kürzen! Lampedusa muss jetzt der
Anlass sein, die Gelder zu erhöhen und damit die Entwicklungszusammenarbeit wirklich zu
verbessern.“
Hintergrund: Der Zuschuss der Bundesrepublik für konkrete Hilfsprojekte wird immer weiter
reduziert. Von ursprünglich 100 Millionen Euro 2010 sind 2014 nur noch 68 Millionen Euro
budgetiert - das ist eine Kürzung um rund ein Drittel. Österreich ist als drittreichstes Land in
der EU beim Budget der öffentlichen Entwicklungshilfe stets auf den hinteren Plätzen zu
finden, nur vor Griechenland und Italien. Lediglich 0,28 Prozent des BNE ist der Beitrag für
Entwicklungshilfe – statt international vereinbarter und verpflichtender 0,7 Prozent.

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Viele verzweifelte Menschen hoffen in Europa auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder.

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