23.04.2013

Weltmalariatag: Kampf gegen Malaria zeigt Wirkung

Kampf gegen Malaria

Die weitreichende Verteilung von Moskitonetzen ist unverzichtbar in einem erfolgreichen Kampf gegen die Malaria.

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Wien, 23.4.2013. Es sind gute Nachrichten, die pünktlich zum Welt-Malariatag hoffnungsvoll
stimmen. In den vergangenen 13 Jahren ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
die weltweite Sterblichkeit verursacht durch Malaria um 25 Prozent zurückgegangen. Viele
Länder haben eindrückliche Fortschritte gemacht und konnten die Krankheitsfälle spürbar
senken. Allein in Afrika, dem am stärksten betroffenen Kontinent, sind die durch Malaria
verursachten Todesfälle um ein Drittel gesunken. Insgesamt sind seit dem Jahr 2000 rund 1,1
Millionen Menschen vor dem tödlichen Malariaerreger geschützt worden.

Gemeinsam stark gegen Malaria

Erfolge, die dank einer verbesserten Koordination unter den verschiedenen globalen
Akteuren, bedeutenden Investitionen in die Malariakontrolle und die Bereitstellung
wirksamer Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmethoden ermöglicht worden sind.
„Das weltweite Engagement gegen Malaria hat gezeigt, was möglich ist, wenn sich die
internationale Gemeinschaft zusammen schließt, um eine Krankheit zu bekämpfen, die vor
allem die Menschen der ärmsten Länder der Welt betrifft. (…)“, bekräftigt auch UN
Generalsekretär Ban Ki-Moon anlässlich des Welt-Malariatages. „Malaria unter Kontrolle zu
haben, bedeutet mehr als nur die menschliche Gesundheit zu verbessern“, so Ban Ki-Moon,
„es steigert den sozialen Wohlstand und die wirtschaftliche Entwicklung.“
Doch trotz aller Fortschritte erkranken immer noch über 300 Millionen Menschen jedes Jahr
an Malaria. Für mindestens eine Million Menschen endet die Krankheit tödlich. Die meisten
Krankheits- und Todesfälle gibt es in Afrika südlich der Sahara, wo vor allem Kinder unter
fünf Jahren betroffen sind. In Afrika stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria. Aktuell
stellen die zunehmende Medikamentenresistenz sowie sinkende Investitionen für
Forschungs- und Präventionsprojekte große Herausforderungen im Kampf gegen Malaria
dar.

„In die Zukunft investieren, Malaria besiegen"

…lautet vor diesem Hintergrund auch das diesjährige Motto zum Welt-Malariatag, das auf
die immer grösser werdenden Finanzierungslücken hinweist. „Ohne gesicherte Investitionen,
sind die bis dato erreichten Erfolge in Gefahr, was vor allem auf Länder mit einer nach wie
hohen Malariabelastung negative Auswirkungen hat“, sagt Mesfin Teklu, World Vision
Fachreferent für Mutter-Kind-Gesundheit, HIV und Infektionskrankheiten.
Als Mitglied des 1988 ins Leben gerufenen globalen Aktionsplans „Roll Back Malaria“, setzt
sich World Vision seit Jahren im Kampf gegen Malaria ein. Die dazu eingesetzten
Maßnahmen umfassen das Verteilen von Moskitonetzen, Wasser- und Sanitärprojekte, die
medizinische Versorgung, Malariatherapien sowie lokale Gesundheitsbildung und -
aufklärung.

Engagement in Mali und Tschad

So verteilt World Vision beispielsweise im Tschad innerhalb des Patenschaftsprogramms
Bekodo imprägnierte Moskitonetze an Schwangere und Kinder. Heute besitzen rund 3000
Haushalte mindestens ein Moskitonetz, was in etwa 54 Prozent der Bevölkerung im
Projektgebiet entspricht. Das grösste Gesundheitscenter der Region verzeichnete 2012 einen
deutlichen Rückgang der registrierten Malariafälle. Nebst der Verteilung veranlasst World
Vision auch Schulungen, damit die Netze in den Haushalten richtig verwendet werden.
Ihre Wirksamkeit stellen Moskitonetze auch in Mali unter Beweis, wo bis dato rund 430.000
imprägnierte Netze an Familien verteilt wurden. Eine einfache Maßnahme, dank der die
Infektionsrate um 75 Prozent gesenkt und die Todesfälle auf beinahe null reduziert werden
konnte.

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Die weitreichende Verteilung von Moskitonetzen ist unverzichtbar in einem erfolgreichen Kampf gegen die Malaria.

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