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Hilfsorganisation ruft weltweite Katastrophen-Warnstufe aus
In immer mehr Ländern weltweit leiden Menschen und vor allem Kinder unter akuter Mangel- und Unterernährung. Aus diesem Grund hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die höchste weltweite Katastrophen-Warnstufe ausgerufen und aktiviert damit die internationale Partnerschaft, sich für umfangreiche Hilfsmaßnahmen einzusetzen.
Multiple, weltweite Krisen verlangen Programme und ausreichend Mittel
„In der Ukraine herrscht Krieg, West- und Ostafrika stehen vor einer der schlimmsten Hungerkrisen seit Jahrzehnten, in Afghanistan leiden die Menschen an einer der gravierendsten humanitären Katastrophen seit langem, COVID-19 ist noch nicht überstanden. Die österreichische Bundesregierung hat schon viel getan, insbesondere in der Ukraine-Hilfe. Aber die gewaltige Not in anderen Ländern darf darüber nicht vergessen werden. Hier kann die österreichische Regierung noch einen klareren Beitrag zu Entwicklung und Rettung von Menschenleben leisten, wie das auch uns vergleichbare Länder wie Deutschland oder Dänemark vorzeigen.“ Darauf macht der Geschäftsführer von World Vision Österreich, Sebastian Corti, heute aufmerksam. Gerade vor dem Hintergrund dieser weltweiten Abwärtsspirale für die Ärmsten der Armen müsse effizient und mit erhöhten Mitteln geholfen werden, erklärt er.
Kinderrechte respektieren und humanitäre Zugänge gewähren
Am 9. Mai gedenkt Russland auch des Kriegsendes im Mai 1945. Vor diesem Hintergrund ruft die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision die Parteien im Ukraine-Krieg dringend dazu auf, sofort einen Waffenstillstand auszurufen und konstruktive Friedensgespräche zu führen. Die Menschen-, Kinder- und Flüchtlingsrechte sind zu respektieren. Verantwortliche müssen sicherstellen, dass an den Kämpfen Beteiligte keine Verstöße begehen. Humanitäres Personal muss Zugang zu den Betroffenen bekommen und die Möglichkeit haben, diese mit Hilfsgütern wie Medizin, Nahrung und sauberem Trinkwasser zu versorgen. Insbesondere Kinder müssen geschützt werden.
World Vision warnt davor, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte
Weniger als zwei Monate nach Beginn des Krieges erreicht die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine die 5-Millionen-Marke. Innerhalb der Ukraine haben mehr als sieben Millionen Menschen ihre Heimatregionen verlassen. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision warnt davor, dass der eskalierende Konflikt und die willkürliche Gewalt im Osten und Süden der Ukraine die Zahl der Flüchtlinge in den kommenden Wochen weiter ansteigen lassen könnte.
Waldmacher Tony Rinaudo
Westafrika steht vor einer der schlimmsten Hungerkrisen seit Jahrzehnten. Mit verantwortlich dafür sind zunehmende Dürren. Der World-Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo hat einen Lösungsansatz entwickelt, der auch in dieser Region wieder für mehr Grün sorgen kann: Er reaktiviert das Wurzelwerk abgeholzter Bäume, trägt zur Wiederaufforstung bei und wirkt damit dem Klimawandel entgegen. Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff hat nun eine Dokumentation über den „Waldmacher“ gedreht, die derzeit in Deutschland zu sehen ist.
Bargeld-Programme bewahren Würde der Bedürftigen

Vor der internationalen Geberkonferenz an diesem Samstag fordert die Kinderhilfsorganisation World Vision schnelle und flexible Hilfen für Vertriebene aus der Ukraine. Dazu gehörten auch Bargeld-Programme, mit denen Geflüchtete direkt unterstützt werden. Der Einsatz von Bargeld bewahre zudem die Würde der Empfänger, da sie eigene Entscheidungen über die Verwendung treffen können, erklärt World Vision.

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