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Bildung fördern, Zwangsehen und Armut von Mädchen überwinden

Welttag der Bildung, 24.1.
Welttag der Bildung © World Vision

Mit Bildung kann die Zwangsverheiratung von Mädchen verhindert werden.

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Mädchen machen sich weltweit große Sorgen zum Thema Bildung: World Vision hat in einer Befragung erhoben, dass jede Dritte befürchtet, ihre Ausbildung nicht abschließen zu können. Armut und Gewalt sind häufig die Ursachen dafür, dass Mädchen die Schule nicht besuchen oder vorzeitig beenden müssen. World Vision Österreich macht im Rahmen einer Kampagne, darauf aufmerksam, dass gerade Mädchen besondere Förderung brauchen, um der Negativspirale aus unzureichender Bildung und Armut zu entkommen und sucht 100 Paten und Patinnen für Mädchen.

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Wien, 21.01.2026 – Mädchen machen sich weltweit große Sorgen zum Thema Bildung: World Vision hat in einer Befragung erhoben, dass jede Dritte befürchtet, ihre Ausbildung nicht abschließen zu können. Armut und Gewalt sind häufig die Ursachen dafür, dass Mädchen die Schule nicht besuchen oder vorzeitig beenden müssen. World Vision Österreich macht im Rahmen einer Kampagne, darauf aufmerksam, dass gerade Mädchen besondere Förderung brauchen, um der Negativspirale aus unzureichender Bildung und Armut zu entkommen und sucht 100 Paten und Patinnen für Mädchen.

400 Mädchen aus 51 Ländern hatte die internationale Hilfsorganisation im vergangenen Jahr befragt. Für 70 Prozent waren Bildung und Schule besonders wichtig, viele befürchten, sie nicht bis zum Abschluss besuchen zu dürfen. So sorgt sich die 14-jährige Alejandra aus Bolivien, dass sie aufgrund steigender Preise nicht mehr zur Schule gehen kann. Die 16-jährige Viola aus dem Südsudan erklärt: „Wenn du ein Mädchen bist und nicht zur Schule gehen darfst, kann dein Vater dich zwingen, jemanden zu heiraten, der mehr Kühe hat.“

Dank Aufklärung und Unterstützung von World Vision hat Sarah aus Tansania es geschafft: Als sie 12 Jahre alt war, konnte sie durchsetzen, dass auch sie zur Schule gehen darf. Sie wuchs in schwierigen Verhältnissen in Armut auf, gemeinsam mit ihren fünf Geschwistern, ihrer Mutter, ihrem 70-jährigen Vater und den Großeltern. Ihre Brüder besuchten die Schule. Sie aber sollte als Mädchen zu Hause bleiben, um die jüngeren Geschwister zu versorgen.

„Ich fühlte mich hoffnungslos. Ich weinte die meiste Zeit und sagte: Ich will auch in die Schule gehen, genau wie meine Brüder. Verweigert mir das nicht. Verweigert mir nicht meine Rechte.“ Mit Hilfe von World Vision und der Unterstützung des Dorfvorstehers, der mit der Hilfsorganisation zusammenarbeitet, wurde ihr Wunsch Wirklichkeit. Das sehr intelligente Mädchen übersprang gleich zwei Klassen und möchte nun Lehrerin werden. Damit, meint sie, kann sie schließlich die Familie am besten unterstützen.

Armut und daraus resultierende frühe Verheiratung sind häufig der Grund, warum Mädchen keine Chance auf Bildung haben. World Vision setzt sich in den Patenschaftsprogrammen für die Rechte der Kinder ein und sorgt für Aufklärung und Veränderung der Geschlechternormen. Mädchen wird damit eine neue Hoffnung und Chance auf eine bessere Zukunft gegeben. Bis zum Weltfrauentag am 8. März sucht World Vision Österreich 100 Paten und Patinnen, die das möglich machen.

 Mehr dazu auf: www.worldvision.at/100-maedchen

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