Juba/Wien, 20.8.2025 – Der Cholera-Ausbruch im Südsudan hat ein kritisches Ausmaß erreicht und trifft Kinder besonders hart. Mehr als 40.000 Kinder – darunter 20.000 unter fünf Jahren – sind bereits erkrankt. Insgesamt wurden 88.000 Fälle und 1.500 Todesfälle gemeldet, doch die tatsächliche Zahl könnte noch höher liegen.
Die internationale Kinderhilfsorganisation weitet deshalb ihre Hilfsmaßnahmen deutlich aus. Im Zentrum der Nothilfe stehen die am stärksten gefährdeten Kinder und ihre Mütter: Viele leben als Vertriebene in überfüllten Lagern oder in von Überschwemmungen betroffenen Gebieten, ohne Zugang zu sauberem Wasser oder medizinischer Versorgung. Hunger verschärft die Lage zusätzlich. Bereits im März war ein Drittel der Todesopfer Kinder unter 14 Jahren.
„Dies ist eine äußerst gefährliche Situation für Kinder“, warnt Mesfin Loha, Landesdirektor von World Vision Südsudan. „Hunger schwächt sie und macht sie noch anfälliger für Krankheiten wie Cholera. Ohne sauberes Wasser, Nahrung und medizinische Hilfe sterben die Kinder an Ursachen, die vermeidbar wären.“
World Vision reagiert trotz knapper Mittel mit einer sechsmonatigen Nothilfeaktion, die darauf abzielt, 500.000 Menschen – mit besonderem Fokus auf Kinder – in den am stärksten betroffenen Regionen zu erreichen. Die Finanzierungslage ist jedoch kritisch. Kürzungen bei Nahrungsmittelhilfe und anderen Programmen machen die Nothilfe immer schwieriger.
„Jedes Kind, das wir verlieren, ist eines zu viel. Die Welt darf nicht tatenlos zusehen, während Kinder im Südsudan an Hunger und Cholera sterben“, betont Loha. „Wir haben die Mittel und das Wissen, um Leben zu retten – aber wir brauchen dringend mehr Unterstützung.“ World Vision ruft weltweit dazu auf, jetzt zu handeln. Das Leben von hunderttausenden Kindern steht auf dem Spiel.
Hier können Sie spenden:
World Vision Österreich – Katastrophenhilfe
Erste Bank, IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
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