15.10.2026 | 1 Bild

Hohe Preise für Nahrung, langfristige Schäden für Kinder durch Mangelernährung

16.10., Tag gegen Hunger
Mangelernährung bei Kindern durch hohe Preise © World Vision

Über 35 Millionen Kinder sind weltweit mangelernährt, sie sind von hohen Nahrungsmittelpreisen besonders betroffen.

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Weltweit kann sich jeder dritte Mensch keine gesunde Ernährung leisten. Kinder sind besonders stark betroffen: 2025 waren 35,5 Millionen Kinder akut mangelernährt. Darauf macht World Vision mit einem aktuellen Bericht aufmerksam. Bereits zum fünften Mal hat die international tätige Hilfsorganisation anhand eines Warenkorbs erhoben, wie lange Menschen für Nahrungsmittel arbeiten müssen. Während im reichen Norden eine Arbeitsstunde ausreicht, um den Warenkorb zu bezahlen, benötigen Menschen in ärmeren Ländern das Einkommen von Tagen und Wochen.

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Wien, 15.10.2026 – Weltweit kann sich jeder dritte Mensch keine gesunde Ernährung leisten. Kinder sind besonders stark betroffen: 2025 waren 35,5 Millionen Kinder akut mangelernährt. Darauf macht World Vision mit einem aktuellen Bericht aufmerksam. Bereits zum fünften Mal hat die international tätige Hilfsorganisation anhand eines Warenkorbs erhoben, wie lange Menschen für Nahrungsmittel arbeiten müssen. Während im reichen Norden eine Arbeitsstunde ausreicht, um den Warenkorb zu bezahlen, benötigen Menschen in ärmeren Ländern das Einkommen von Tagen und Wochen.

Beschäftigte in Ländern mit hohem Einkommen wie Irland, den USA oder Großbritannien müssen nur etwas mehr als eine Stunde arbeiten, um sich die grundlegendsten Nahrungsmittel leisten zu können. Dagegen entspricht der Preis des Warenkorbs in der Zentralafrikanischen Republik dem Einkommen von nahezu 30 Arbeitstagen.

Laut dem FAO-Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI) 2026“ ist der weltweite Hunger zwar das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Die Fortschritte sind jedoch ungleich verteilt. Rund einem Drittel der Weltbevölkerung fehlt weiterhin das Geld für eine gesunde Ernährung. Die Ergebnisse von World Vision, die in 62 Ländern erhoben wurden, zeigen, wie steigende Preise Familien zunehmend unter Druck setzen: Sie können sich weniger Nahrungsmittel leisten, müssen auf billigere und nährstoffärmere Alternativen ausweichen, zum Teil sogar Schulden aufnehmen, Eigentum verkaufen oder hungern.

Für Kinder können die Folgen unmittelbar und langfristig sein: Schätzungen zufolge waren 2025 weltweit 35,5 Millionen Kinder akut mangelernährt, darunter knapp zehn Millionen mit schwerer akuter Mangelernährung. Diese kann die körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen, das Immunsystem schwächen und das Sterberisiko erhöhen. Die Auswirkungen können Kinder während ihrer gesamten Kindheit und bis ins Erwachsenenalter begleiten und lassen sich nicht immer vollständig rückgängig machen.

Konflikte, Vertreibung, Wirtschaftskrisen und der Klimawandel verschärfen die Situation zusätzlich. Sie gefährden die Lebensgrundlagen von Familien, beeinträchtigen Märkte und Lieferketten und erschweren den Zugang zu nährstoffreicher Nahrung. In 33 von 47 vergleichbaren Ländern stiegen die Kosten für den standardisierten Warenkorb, während sie in 14 Ländern sanken. Der durchschnittliche Preisanstieg fiel dabei deutlich höher aus als der durchschnittliche Rückgang.

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