10.03.2026 | 1 Bild

Libanon: Neue Welle der Vertreibung durch Evakuierungsbefehle

29.000 Kinder auf der Flucht
Nothilfe Libanon © World Vision

World Vision versorgt derzeit im Libanon über 57.000 Menschen, die vertrieben wurden.

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World Vision Libanon fordert dringend Schutz und Unterstützung für Kinder, die aufgrund des Konfliktes flüchten mussten. Weiteren Evakuierungsbefehle und die zunehmende Unsicherheit haben eine neue Welle der Binnenvertreibung im Libanon ausgelöst.

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Wien, 10.03.2026 – World Vision Libanon fordert dringend Schutz und Unterstützung für Kinder, die aufgrund des Konfliktes flüchten mussten. Weiteren Evakuierungsbefehle und die zunehmende Unsicherheit haben eine neue Welle der Binnenvertreibung im Libanon ausgelöst.

Mehr als 83.000 Menschen – darunter 29.000 Kinder – mussten nach internationalen Angaben im Libanon seit Beginn der Feindseligkeiten aus ihren Häusern fliehen und suchen Zuflucht in Sammelunterkünften oder bei Verwandten in sichereren Gebieten. Von den 399 Sammelunterkünften, die im ganzen Land eingerichtet wurden, sind 357 (89 Prozent) bereits voll ausgelastet. Für Familien stehen damit nur noch begrenzte Möglichkeiten für eine sichere Unterkunft zur Verfügung.

Seit Beginn der Eskalation hat World Vision Libanon mehr als 57.000 Menschen, darunter mehr als 20.000 Kinder, mit Decken, warmen Mahlzeiten, Hygieneartikeln für Familien, Matratzen und anderen Hilfsgütern versorgt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der humanitäre Bedarf in den kommenden Tagen weiter steigen wird, da wahrscheinlich Tausende von Kindern psychosoziale Unterstützung und Schutzmaßnahmen benötigen werden.

Heidi Diedrich, Landesdirektorin von World Vision Libanon, erklärt dazu: „Jedes Mal, wenn Familien zur Flucht gezwungen werden, verlieren Kinder das wenige, was ihnen an Stabilität noch geblieben ist. Sie lassen ihre Häuser, Schulen und ihr Gefühl der Sicherheit zurück. Sie brauchen dringend psychosoziale Unterstützung, Schutz und sichere Orte, an denen sie sich wieder wie Kinder fühlen können.

Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnten in den kommenden Tagen Tausende weitere Kinder vertrieben werden. World Vision macht darauf aufmerksam, dass die Kinder im Libanon bereits Jahre der Krise hinter sich haben und nun erneut mit Vertreibung, Hunger, Angst und Traumata konfrontiert werden.

„Die Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft ist unerlässlich, damit humanitäre Organisationen wie World Vision schnell und in großem Umfang auf die wachsenden Bedürfnisse der vertriebenen Familien reagieren können, fordert Diedrich.“

Hier können Sie spenden:

World Vision Österreich – Katastrophenhilfe

Erste Bank, IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
https://worldvision.at/katastrophenspende

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