18.08.2026 | 1 Bild

Neue Kriegsführung: Humanitäre Hilfe im Visier von Drohnen

Tag der Humanitären Hilfe, 19.8.
Nothilfe im Sudan © World Vision

Drohnen sind gerade auch im Sudan eine Gefahr für humanitäres Personal und Zivilisten.

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Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe fordert die weltweit tätige Hilfsorganisation World Vision besseren Schutz für Helfer in Konflikten: Durch neue Formen der Kriegsführung, etwa mit Drohnen, geraten Hilfskräfte immer mehr ins Visier. Als Folge davon ist auch das Überleben von Kindern noch mehr in Gefahr.

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Wien, 19.08.2026 – Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe fordert die weltweit tätige Hilfsorganisation World Vision besseren Schutz für Helfer in Konflikten: Durch neue Formen der Kriegsführung, etwa mit Drohnen, geraten Hilfskräfte immer mehr ins Visier. Als Folge davon ist auch das Überleben von Kindern noch mehr in Gefahr.

World Vision macht darauf aufmerksam, dass durch neue Waffensysteme die humanitäre Hilfe zur Zielscheibe wird: So wurden im ostsudanesischen Darfur bei einem Drohnenangriff auf das Lehrkrankenhaus Al-Daein Berichten zufolge mindestens 64 Menschen getötet, darunter 13 Kinder. Das Krankenhaus wurde vollständig außer Betrieb gesetzt, lebensrettende medizinische Versorgung war nicht mehr möglich.

„Die Technologie verändert zwar die Art, wie Kriege geführt werden, sie ändert jedoch nichts an der Verantwortung, Menschenleben und die Menschenwürde zu schützen. Jeder Drohnenangriff, der eine Klinik betrifft, eine Straße zerstört oder humanitäre Helfer zum Umkehren zwingt, ist zugleich ein Angriff auf die Überlebenschancen eines Kindes. Humanitäre Helfer sind keine Ziele. Krankenhäuser sind keine Ziele. Kinder sind keine Kollateralschäden“, betont Isabel Gomes, Leiterin der Humanitären Hilfe bei World Vision International.

Im vergangenen Jahr begrüßte World Vision die „Declaration for the Protection of Humanitarian Personnel“. Mit dieser Erklärung verpflichten sich Staaten, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und konkrete Maßnahmen zum Schutz humanitärer Hilfskräfte zu setzen.

Zum Welttag der Humanitären Hilfe fordert World Vision Regierungen und Konfliktparteien weltweit auf:

  • humanitäres Personal und die Zivilbevölkerung konsequent laut humanitärem Völkerrecht zu schützen;
  • sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe sicherzustellen;
  • Angriffe auf humanitäre Helfer und zivile Infrastruktur konsequent zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Als künftiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates komme dabei auch Österreich eine bedeutende Rolle zu.

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