Wien, 03.09.2026 – Während bei uns ein Ende der Ferien in Ruhe absehbar ist, gestaltet sich der Schulstart für Kinder in Krisenregionen als sehr unsicher: In Kriegs- und Konfliktregionen ist nicht nur der Weg gefährlich, Schulen bleiben geschlossen. Kinder verlieren damit zusätzlich zum täglichen Kampf ums Überleben auch den Zugang zur Bildung und haben damit weniger Chancen in der Zukunft. Darauf macht die internationale Hilfsorganisation World Vision aufmerksam, die auch in schwierigen Gebieten Unterstützung für Kinder anbietet.
In der Ukraine wird der Schulbesuch durch die täglichen Luftangriffe und viele Nächte in Schutzräumen schon im fünften Schuljahr in Folge zu einer großen Herausforderung. Durch die wiederholten Unterbrechungen geht man davon aus, dass Kinder bis zu zwei Jahre beim Lesen und ein Jahr in Mathematik verloren haben. Zwar wird Online-Unterricht angeboten, den Kindern fehlt dann aber das soziale Miteinander.
In der Schule sind die Kinder auch nicht immer sicher, denn die Schutzräume sind oft nicht gut ausgestattet. Deshalb trauen sich viele nicht immer in die Schule. World Vision bietet Räume für Kinder an, in denen sie sich sicher fühlen, Kind sein dürfen oder in Ruhe lernen können.
Auch in den vom Ausbruch von Ebola betroffenen Regionen in der Demokratischen Republik Kongo steht der Schulbesuch auf Messers Schneide. Schon während des bewaffneten Konfliktes in den vergangenen Jahren mussten viele Kinder aus diesen Gebieten flüchten – so auch die 12-jährige Kelly aus Kiwanja. „Ich habe die Schule damals sehr vermisst. Wir haben Schule gespielt, damit wir uns ein bisschen wie in der Klasse fühlen,“ erzählt sie. Jetzt befürchtet sie, wieder ein Jahr ihrer Ausbildung zu verlieren, falls aufgrund der Ebola-Epidemie die Schule geschlossen werden muss. Mit World Vision ist sie im Hygiene-Team aktiv, damit Ansteckungen möglichst vermieden werden.
World Vision stellt Kindern in Krisengebieten sichere Räume zur Verfügung, damit sie einen Ort haben, an dem sie spielen zu können und psychische Unterstützung bekommen. Bildung und Schule sind ein wesentlicher Eckpfeiler auch aller langfristigen Programme der Hilfsorganisation.