19.02.2026 | 1 Bild

Ukraine: Vier Jahre Krieg hinterlassen tiefe Spuren bei einer ganzen Generation

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Kinder leiden in der Ukraine unter enormen psychischen Belastungen und können oft die Schule nicht besuchen.

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Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs ist die humanitäre Lage in der Ukraine längst zu einer strukturellen Dauerkrise geworden – mit besonders gravierenden Folgen für Kinder. „Vier Jahre Krieg bedeuten für viele Kinder in der Ukraine ein ganzes Leben in Angst. Für ein Kind ist das eine Ewigkeit“, betont Arman Grigoryan, Leiter des World-Vision-Hilfseinsatzes in der Ukraine. Die sichtbare Zerstörung von Gebäuden sei nur ein Teil der Realität. „Die ‚Schäden‘ an der psychischen Gesundheit nehmen leise zu, aber sie werden die Gesellschaft noch lange prägen.“

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Wien, 19.02.2026 – Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs ist die humanitäre Lage in der Ukraine längst zu einer strukturellen Dauerkrise geworden – mit besonders gravierenden Folgen für Kinder. „Vier Jahre Krieg bedeuten für viele Kinder in der Ukraine ein ganzes Leben in Angst. Für ein Kind ist das eine Ewigkeit“, betont Arman Grigoryan, Leiter des World-Vision-Hilfseinsatzes in der Ukraine. Die sichtbare Zerstörung von Gebäuden sei nur ein Teil der Realität. „Die ‚Schäden‘ an der psychischen Gesundheit nehmen leise zu, aber sie werden die Gesellschaft noch lange prägen.“

Zerstörte Infrastruktur, anhaltende Unsicherheit, wiederkehrende Stromausfälle und mehrfache Vertreibungen prägen den Alltag vieler Kinder. Viele können wegen fehlender Elektrizität nicht am Online-Unterricht teilnehmen, sie haben oft keinen Zugang zu Schutz- oder Unterstützungsangeboten. Das liegt auch daran, dass viele Familien seit Kriegsbeginn mehrfach vertrieben wurden – und jede erneute Flucht bedeutet Schulwechsel, Verlust sozialer Bindungen und erneute Destabilisierung.

Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der ukrainischen Jugendlichen unter anhaltenden Schlafstörungen, Stresssymptomen oder traumatischen Belastungen leidet. Fachleute warnen, dass unbehandelte Traumata langfristige Auswirkungen auf Bildungsbiografien, soziale Beziehungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben können.

World Vision warnt deshalb vor einer ‚schleichenden Normalisierung‘ der Krise: Der Krieg sei kein akuter Ausnahmezustand mehr, sondern eine chronische Belastung, die stabile und langfristige Unterstützung erfordere, vor allem im Bildungs- und psychosozialen Bereich. Ohne verlässliche Finanzierung drohe sich der Schaden für eine ganze Generation weiter zu verfestigen. Seit Beginn des Krieges hat World Vision gemeinsam mit lokalen Partnern über 2,3 Millionen Menschen in der Ukraine erreicht, darunter mehr als eine Million Kinder.

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