Weltweiter Bedarf weiterhin immens
Wien, 07.05.2026 – Konflikte, Hunger, Klimakrise und wirtschaftlicher Druck erschüttern das Leben von Kindern weltweit: Der Jahresbericht 2025 von World Vision International dokumentiert Armut und Not in Zahlen, zeigt aber auch Wege aus der Krise auf und macht damit Hoffnung: Die Organisation hat fast 44 Millionen Kinder durch Nothilfe- und Entwicklungsprogramme erreicht, darunter 19 Millionen Kinder in Katastrophen- und Kriseneinsätzen.
Der Bedarf ist weiterhin immens: Weltweit leben 473 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Konflikt-Regionen, schätzungsweise 412 Millionen in extremer Armut.
Vor diesem Hintergrund führt der Bericht der Hilfsorganisation, die in annähernd 100 Ländern der Welt tätig ist, sowohl akute Hilfsmaßnahmen als auch langfristige Entwicklungsprogramme an. World Vision International reagierte auf 104 Notfälle in 70 Ländern und erreichte 35,6 Millionen von Katastrophen und Krisen betroffene Menschen, darunter 18,6 Millionen Kinder. Im Rahmen ihrer langfristigen Entwicklungsprogramme ermöglichte die Organisation außerdem 2,8 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Wasser, unterstützte die medizinische Kontrolle von über 7,3 Millionen Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen auf Unterernährung und erreichte 5,7 Millionen Kinder und Jugendliche durch Bildungsinitiativen.
Der Bericht unterstreicht auch die Präsenz von World Vision in den schwierigsten Regionen der Welt. Im Jahr 2025 investierte die Organisation über 680 Millionen US-Dollar in fragilen und von Konflikten betroffenen Gebieten. Das sind 35 Prozent ihrer weltweiten Mittel. Mit der Nothilfe erreichte die Organisation dort mehr als 20 Millionen Menschen.
Für 2026 sieht World Vision International einen weltweit steigenden Bedarf und zu viele Kinder, die zurückgelassen werden. Der Einsatz und die Mittel für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit müssten weiter gestärkt werden, die internationale Staatengemeinschaft dürfe sich nicht immer weiter zurückziehen. Es gehe darum, Kinder in Konflikten zu schützen, Hunger und Verwundbarkeit zu bekämpfen und die Systeme zu stärken.
Der globale Jahresbericht 2025 von World Vision International:
https://www.wvi.org/global-annual-report-2025