14.08.2020

Beirut: Kinder nach Explosion durch COVID-19 stärker gefährdet

World Vision verteilt u.a. Nahrungsmittel, Hygiene-Kits und leistet psychosoziale Unterstützung; Zahl der Neuinfektionen von COVID-19 steigt – Krankenhäuser überlastet

Die Explosion in Beirut hat die Risiken für Kinder zusätzlich verschärft.

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Beirut/Wien, 14. August 2020 – Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision warnt vor einem Anstieg der COVID-19 Fälle nach der Explosion im Hafen von Beirut. „Ein sprunghafter Anstieg der COVID-19-Fälle ist das Letzte, was das Land im Moment braucht. Aber leider ist das die Situation, mit der wir konfrontiert sind“, sagt der Landesdirektor von World Vision Libanon, Hans Bederski.

Die täglichen COVID-19-Fälle im Libanon erreichen derzeit neue Höchststände. Vergangenen Dienstag lag die Anzahl der neuen Fälle bei 300. In Summe wurden im Libanon bisher mehr als 7.400 Fälle von COVID-19 registriert.

Mehr als 300.000 Menschen wurden nach der Explosion in der vergangenen Woche obdachlos, mindestens 220 Menschen wurden getötet und mehr als 6.000 verletzt. World Vision-Mitarbeiter im Libanon warnen davor, dass 80.000 Kinder nun in überfüllten Häusern von Verwandten, Freunden und Not-Unterkünften unterkommen, was einen potenziellen Treiber für neue Infektionen darstellt.

„Die Nachwirkungen der Explosion haben die perfekten Bedingungen geschaffen, um das Risiko einer Verbreitung des Virus zu erhöhen. Denn klarerweise sind die Menschen jetzt draußen, um aufzuräumen und um ihre Familien, Freunde und Nachbarn zu unterstützen. Und Krankenhäuser, die bereits vor der Explosion durch COVID-19 ausgelastet waren, sind nun mit Verletzten überfüllt“, so Bederski.

Zudem ging durch die Explosion persönliche Schutzausrüstung verloren und Wassersysteme wurden beschädigt. Das macht es für die Menschen schwieriger, Hygienemaßnahmen im Kampf gegen das Virus einzuhalten.

World Vision unterstützt Menschen vor Ort
World Vision kümmert sich um Schutzausrüstung und hat damit begonnen, Nahrungsmittel, Hygiene-Kits, Unterkünfte und psychosoziale Unterstützung für die Menschen in einigen der am schlimmsten von der Explosion betroffenen Stadtvierteln bereitzustellen. Zudem wird die Organisation auch die Instandsetzung von Häusern unterstützen, um so den von Wirtschaftskrise und der Explosion wirtschaftlich unter Druck geratenen Familien zu helfen.

Die Situation im Land ist komplex. Der Libanon beherbergt durch den Krieg im benachbarten Syrien die weltweit höchste Anzahl von Flüchtlingen pro Kopf.
„Die Explosion in Beirut hat die Risiken für Kinder zusätzlich verschärft. Viele Kinder kämpfen nicht nur mit dem, was sie erlebt haben, sondern sie machen sich auch Sorgen um ihre Zukunft und darüber, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen werden", sagt Rami Shamma, Einsatzleiter von World Vision im Libanon. „Deshalb leisten wir Nothilfe für die Menschen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Dies ist keine leichte Aufgabe, da die Straßen immer noch durch Trümmer blockiert sind, die Suche nach Leichen noch nicht abgeschlossen ist und ein Großteil der Infrastruktur beschädigt ist.“

INTERVIEWMÖGLICHKEIT:
Hans Bederski, der Leiter von World Vision im Libanon, steht in Beirut für Interviews auf Deutsch zur Verfügung. Wir vermitteln gerne unter tanja.zach@wveu.org oder 0664-833 94 11.

World Vision bittet um Spenden für den Nothilfeeinsatz:

World Vision Österreich
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800
BIC: GIBAATWW
Kennwort: "Beirut"

oder online hier.
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Kontakt

Mag. Tanja Zach
Presse- und Medienservice
Telefon: 0664/833 94 11
E-Mail: tanja.zach@wveu.org

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